Skip to content

JD.com stößt auf Hürden bei Ceconomy-Übernahme in Europa

  • JD.com erwirbt 59,8 % von Ceconomy, stößt jedoch auf strategische und politische Hürden.
  • Eigentümerstrukturen und nationale Schutzmechanismen begrenzen den Handlungsspielraum in Europa.

JD.com hat 59,8 % von Ceconomy erworben, um Europas größten Elektronikhändler zu kontrollieren. Die Marken Media Markt und Saturn sollen bis 2026 von der Börse genommen und zu einer technologiegetriebenen Plattform ausgebaut werden.

Die Eigentümerstruktur stellt ein zentrales Hindernis dar. Die Familien Kellerhals und Schmidt-Ruthenbeck halten zusammen über ein Drittel der Anteile. Dies erschwert strategische Neuausrichtungen und erfordert intensive Verhandlungen.

Die Zukunft der Marke Saturn ist unklar. JD.com plant, bestehende Marken weiterzuentwickeln, vermeidet jedoch klare Aussagen. Ein Zielkonflikt könnte entstehen, wenn chinesische Marken über Media Markt vertrieben werden.

Joybuy, eine Plattform von JD.com, befindet sich in der Beta-Phase und soll 2026 starten. Sie könnte in direkter Konkurrenz zu Ceconomy stehen, was eine klare Rollenverteilung erfordert.

In Frankreich sind die Hürden besonders hoch. JD.com darf seinen Anteil an Fnac Darty nicht erhöhen und keinen Einfluss auf die Unternehmensführung nehmen. Die französische Regierung schützt strategische Unternehmen vor ausländischer Kontrolle.

JD.com hat Zugang zum europäischen Markt, doch wirtschaftliche Mehrheiten bedeuten nicht automatisch strategische Kontrolle. Nationale Schutzmechanismen und konkurrierende Plattformstrategien begrenzen den Handlungsspielraum erheblich.

Der Aufbau eines europäischen Elektronik-Champions bleibt möglich, ist jedoch komplizierter und politischer als erwartet. Die kommenden Jahre werden zeigen, ob JD.com seine Vision an die europäischen Realitäten anpassen kann.

Quelle: Eulerpool Research Systems