Japan und Südkorea: Strategische Annäherung unter Chinas Druck
- Japan und Südkorea intensivieren Zusammenarbeit unter Chinas Druck.
- Strategische Partnerschaft trotz historischer Differenzen und wirtschaftlicher Abhängigkeit von China.
Der zunehmende Druck Chinas auf US-Verbündete in Ostasien führt zu einer unerwarteten Annäherung zwischen Japan und Südkorea. Trotz historischer Differenzen suchen beide Länder aus strategischer Notwendigkeit die Zusammenarbeit.
Japans Premierministerin Sanae Takaichi und Südkoreas Präsident Lee Jae Myung zeigen sich vereint. Gemeinsame kulturelle Auftritte und Besuche historischer Stätten signalisieren das Ende der Distanz.
Der geopolitische Druck aus Peking zwingt beide Länder zur engeren Zusammenarbeit. China versucht, die sicherheitspolitische Achse mit den USA zu schwächen, doch das Gegenteil tritt ein.
Im Fokus steht die sicherheitspolitische Koordination. Beide Länder wollen die trilaterale Zusammenarbeit mit den USA ausbauen und die „Shuttle-Diplomatie“ fortsetzen.
Analysten sehen eine strategische Priorisierung: Nationale Sicherheitsinteressen verdrängen historische Ressentiments. Besonders bemerkenswert ist der Kurswechsel des südkoreanischen Präsidenten.
Ein zentraler Hintergrund ist die Taiwan-Frage. Japans Regierung sieht einen Angriff auf Taiwan als direkte Bedrohung. Südkorea äußert sich zurückhaltender, doch die Eskalationsgefahr zwingt zu engerer Bindung an Washington und Tokio.
Nordkoreas Raketen- und Nuklearprogramme sowie Chinas Vorstöße in umstrittene Seegebiete verstärken den Druck. Allein sind diese Herausforderungen nicht mehr zu bewältigen.
Strukturelle Spannungen bleiben bestehen. Beide Länder sind wirtschaftlich eng mit China verflochten, was den außenpolitischen Spielraum begrenzt.
Historische Konflikte und territoriale Streitigkeiten bleiben sensibel. Doch der geopolitische Realismus setzt sich durch: Die gemeinsame Bedrohungslage überlagert alte Gräben.
Militärexperten und Diplomaten ziehen ein vorsichtig optimistisches Fazit. Der Druck durch China und Nordkorea zwingt zu enger Koordination. Aus Rivalität wird strategische Partnerschaft – aus Notwendigkeit.