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Italiens Flat-Tax zieht reiche Briten nach Mailand

  • Italiens Flat-Tax zieht reiche Briten nach Mailand.
  • Die britische Regierung befürchtet fiskalische Verluste.

Seit dem Ende des britischen Non-Dom-Status im April zieht Mailand vermögende Zuzügler an. Hedgefonds-Manager, Tech-Gründer und Erben verlegen ihren Wohnsitz nach Italien, angelockt von der Flat-Tax, die Auslandseinkommen pauschal mit 200.000 Euro besteuert.

Die Strategie, bekannt als 'svuota Londra', zeigt Wirkung. Prominente wie Bart Becht und Nassef Sawiris haben bereits ihren Wohnsitz verlagert. Mailand bietet nicht nur steuerliche Vorteile, sondern auch eine hervorragende Infrastruktur und internationalen Anschluss.

Italiens einfaches Steuersystem basiert auf Aufenthaltsdauer statt juristischer Heimat. Erbschaften aus dem Ausland bleiben steuerfrei, und die Erbschaftssteuer beträgt maximal 8 %, verglichen mit 40 % im Vereinigten Königreich.

Die Auswirkungen der Steuerpolitik sind auch in der Hotellerie und bei Kanzleien spürbar. Die Rocco-Forte-Gruppe plant ein zweites Hotel in Mailand, und die Kanzlei Charles Russell Speechlys eröffnete ein Büro, da 60 % ihrer Mandanten nach Italien ziehen.

Die britische Regierung befürchtet fiskalische Verluste. Schätzungen zufolge könnten dem Staat in zehn Jahren bis zu 111 Milliarden Pfund entgehen. Rund 75.000 Non-Doms zahlen jährlich über 8 Milliarden Pfund an Steuern.

Ann Kaplan Mulholland, eine kanadische Unternehmerin, fasst zusammen: „Wir sind vielleicht nur ein kleiner Kreis – aber ein sehr großer Geldbetrag, der da geht.“

Quelle: Eulerpool Research Systems