Inflation im Euroraum fällt auf 2%: Zinsdebatte verliert an Schärfe
- Inflation im Euroraum sinkt auf 2%, was die Zinsdebatte entschärft.
- Spekulationen über Zinserhöhungen nehmen ab, während der DAX neue Höhen erreicht.
Die Inflation im Euroraum ist im Dezember auf 2,0% gesunken, genau auf das Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB). Im November lag die Rate noch bei 2,1%.
Besonders in Deutschland fiel die Inflation von 2,6% auf 2,0%. Dies bestätigt frühere nationale Daten, die auf eine Abschwächung des Preisdrucks hinwiesen.
Die niedrigen Inflationsdaten führten zu einem Rückgang der Anleiherenditen in mehreren Euroländern. Zehnjährige Bundesanleihen rentieren nun niedriger.
Der DAX erreichte erstmals die Marke von 25.000 Punkten. Der Euro setzte seinen Abwärtstrend gegenüber dem US-Dollar fort, beeinflusst von geopolitischen Entwicklungen.
Spekulationen über Zinserhöhungen sind leiser geworden. Viele Investoren halten eine baldige Rückkehr zu einer restriktiveren Geldpolitik für unwahrscheinlich.
Der Einkaufsmanagerindex signalisiert leichtes Wachstum, fällt aber schwächer aus als erwartet. Eine Zinserhöhung könnte die wirtschaftliche Dynamik weiter bremsen.
Innerhalb der EZB gibt es unterschiedliche Meinungen. Einige Mitglieder schließen Zinserhöhungen nicht aus, während andere das aktuelle Zinsniveau für angemessen halten.
EZB-Präsidentin Christine Lagarde betont, dass die Inflationsrisiken ausgewogen sind, und hält sich alle Optionen offen.
Ökonomen erwarten, dass die Inflation in den kommenden Monaten unter 2% fällt, hauptsächlich wegen sinkender Energiepreise.
Einige Prognosen sehen die Inflation im Frühjahr deutlich unter 2%. Andere erwarten eine Stabilisierung durch steigende Dienstleistungskosten.
Der Dienstleistungssektor bleibt ein Risikofaktor. Steigende Löhne führen zu höheren Preisen und verhindern einen stärkeren Rückgang der Gesamtinflation.
Für die EZB ist die Dienstleistungsinflation entscheidend. Sollte sie hartnäckig bleiben, könnten geldpolitische Diskussionen wieder aufkommen.
Die aktuellen Daten sprechen gegen baldige Zinserhöhungen. Eine Phase geldpolitischer Stabilität ist wahrscheinlicher. Ob Zinssenkungsdebatten entstehen, hängt von der Inflationsentwicklung im Frühjahr ab.