Indien erleichtert Zugang für internationale Investoren: SEBI lockert Regeln
- Indien vereinfacht ab Juni 2026 die Zulassungsverfahren für internationale Investoren.
- Die Reform richtet sich an staatlich gestützte Investoren und große Retail-Fonds.
Die indische Börsenaufsicht SEBI vereinfacht ab dem 1. Juni 2026 die Zulassungsverfahren für internationale Investoren. Dies soll den Kapitalzufluss beschleunigen und vor allem staatlich gestützten Investoren sowie großen Retail-Fonds zugutekommen.
„Well-regulated offshore funds“ aus Ländern mit strengen Aufsichtsstandards können künftig ein vereinfachtes Registrierungsverfahren durchlaufen. Dies betrifft etwa zwei Drittel der ausländischen Investoren, die bisher mit komplexen Genehmigungsprozessen konfrontiert waren.
Bislang mussten ausländische Anbieter in Indien teils doppelte Zulassungen beantragen. Diese Parallelstrukturen galten als Hemmnis für den Kapitalzufluss. Die Reform passt das Regelwerk stärker an internationale Standards an.
Die Maßnahme richtet sich an staatlich gestützte Investoren und große internationale Retail-Fonds, die wegen regulatorischer Unsicherheiten gezögert hatten. Indien will als Anlageziel attraktiver werden, da es zu den am schnellsten wachsenden Kapitalmärkten zählt.
Die Reform ist Teil einer Reihe von Initiativen, mit denen Neu-Delhi den Finanzplatz internationaler aufstellen will. Neben der Liberalisierung von Beteiligungsregeln setzt die Regierung verstärkt auf ausländisches Kapital.
Mit den neuen SEBI-Regeln sendet Indien ein klares Signal: Der Zugang für globale Investoren soll einfacher, schneller und berechenbarer werden, um den heimischen Kapitalmarkt stärker in den internationalen Finanzstrom einzubinden.