Huawei-Speicher in Spanien: EU und USA äußern Bedenken
- EU und USA kritisieren Spaniens Huawei-Deal für Abhördaten.
- Spannungen wegen Sicherheitsbedenken und geopolitischen Risiken.
Die EU-Kommission kritisiert Spaniens Entscheidung, Huawei-Hardware für sensible Abhördaten zu nutzen. Brüssel sieht erhöhte Risiken und empfiehlt den Ausschluss von Hochrisikolieferanten.
Ein Vertrag über 12 Millionen Euro zwischen Spaniens Innenministerium und Huawei sorgt für Spannungen. Die EU-„5G Toolbox“ rät von chinesischen Anbietern in sicherheitskritischen Bereichen ab.
Auch Washington reagiert besorgt. US-Sicherheitsvertreter fordern eine Neubewertung der Geheimdienstkooperation mit Spanien, um Datenabflüsse an China zu verhindern.
Huawei betont, dass ihre Speicherhardware sicher ist und keine Zugriffsmöglichkeiten für den Hersteller bestehen. Das Unternehmen verweist auf seine langjährige, rechtskonforme Tätigkeit in Spanien.
Die spanische Regierung verteidigt den Vertrag und betont die Einhaltung nationaler IT-Sicherheitsvorschriften. Unabhängige Stellen hätten den Vertrag zertifiziert.
Spanien unter Premierminister Sánchez pflegt enge wirtschaftliche Beziehungen zu China. Madrid gilt als besonders kooperationsbereit gegenüber Peking im EU-Vergleich.
Spanische Beamte äußern Skepsis gegenüber einer technologischen Abhängigkeit von den USA, die sich unter Präsident Trump verstärkt haben soll.
Die Kontroverse kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt, da belgische Ermittler kürzlich Huaweis Büros in Brüssel wegen Bestechungsverdachts durchsucht haben.