Handelskonflikt 2025: Herausforderungen und Chancen für die Autobranche
- Strafzölle belasten die Autobranche, doch Preissteigerungen wurden vermieden.
- Geografische Diversifikation und Agilität sind entscheidend für den Erfolg.
Der Handelskonflikt 2025 unter Donald Trump hat die Autobranche stark belastet. Strafzölle auf Fahrzeuge und Teile drückten die Margen erheblich. Dennoch konnten viele Hersteller Preissteigerungen für Kunden vermeiden. Was Vertrieb und Management daraus lernen können.
US-Präsident Donald Trump verhängte 2025 hohe Strafzölle auf importierte Autos. Der Zollsatz stieg von 2,5 auf 27,5 Prozent. Nach Verhandlungen senkte die EU den Satz auf 15 Prozent, doch die Belastung für europäische Hersteller blieb hoch.
Deutsche Autobauer standen unter doppeltem Druck: schwache Nachfrage und wachsende Konkurrenz aus China. Die Zölle griffen die Profitabilität an. Eine einfache Weitergabe der Mehrkosten hätte Absatz und Markenimage gefährdet.
Viele Unternehmen arbeiten mit klassischen Preiszyklen. In einem Umfeld plötzlicher Zölle funktioniert dieses Modell nicht mehr. Oliver Roll, Professor für Internationales Marketing, plädiert für mehr Agilität.
Erfolgreiche Hersteller setzten kurzfristig Taskforces auf, um Kosten, Preise, Vertrieb und Produktion gemeinsam zu betrachten. Ziel war es, die Zusatzbelastungen intern aufzufangen, statt reflexartig die Preise anzuheben.
Ein weiterer Hebel lag in der geografischen Diversifikation. Zollbedingte Einbußen in einem Markt können durch intensivere Vertriebsaktivitäten in anderen Regionen kompensiert werden.
Für deutsche Autobauer rückt Indien in den Fokus – der am schnellsten wachsende Automarkt der Welt. Das Premiumsegment ist dort noch unterentwickelt, was Chancen für BMW, Mercedes-Benz und Porsche eröffnet.
Die Zölle gingen nicht spurlos an der Branche vorbei. Eine Studie zeigt, dass die Ausfuhren von Kraftwagen und -teilen aus Deutschland um 15 Prozent zurückgingen. Der Druck bleibt hoch.
Die Empfehlung der Experten: Unternehmen müssen neue Absatzmärkte erschließen und ihre Geschäftsmodelle widerstandsfähiger aufstellen. Flexible Strukturen und strategische Vielfalt sind gefragt.