GSK unter Druck: Citadel setzt auf fallende Kurse und Pipeline-Herausforderungen
- GSK steht unter Druck durch Citadels Short-Position und muss eine Pipeline-Lücke schließen.
- Analysten bleiben skeptisch, ob GSKs Strategie ausreicht, um Umsatzrückgänge zu kompensieren.
Der britische Pharmakonzern GSK steht unter Druck, da Hedgefonds Citadel seine Short-Position vergrößert hat. GSK muss eine bedeutende Pipeline-Lücke schließen, während es mit großen Umsatzerwartungen für neue Arzneien konfrontiert ist.
GSKs Aktienkurs liegt niedriger als vor zehn Jahren, trotz einer teuren Einigung im Zantac-Rechtsstreit. Citadel-Gründer Ken Griffin setzt auf weiter sinkende Kurse, während GSK bis 2031 einen Umsatz von 40 Mrd. Pfund anstrebt.
GSK hat sein Geschäft mit Impfstoffen und Atemwegstherapien ausgebaut, erlebte jedoch Rückschläge mit dem RSV-Impfstoff Arexvy. Analysten sehen eine Umsatzlücke von 8 Mrd. Pfund bis 2031, die das Management schließen muss.
GSK verweist auf 13 positive Phase-3-Ergebnisse und plant 14 neue Markteinführungen bis 2031. Analysten bleiben skeptisch, ob dies ausreicht, um den Umsatzrückgang durch den Auslauf der dolutegravir-Patente zu kompensieren.
Investoren fokussieren sich auf die Modernisierung der Onkologie-Strategie. GSK kehrte 2018 in die Krebsforschung zurück, doch Bedenken über Nebenwirkungen und Konkurrenzmedikamente bleiben bestehen.
Kritiker hinterfragen die Qualifikationen von CEO Emma Walmsley, deren Hintergrund im Konsumgüterbereich liegt. Sie verteidigt ihre Strategie, einschließlich der Abspaltung des Konsumgüterzweigs Haleon. GSKs niedrige Bewertung macht es anfällig für Kursbewegungen.