FTSE-Unternehmen erhöhen Gehälter, um global wettbewerbsfähig zu bleiben
- FTSE-Unternehmen erhöhen Gehälter, um im globalen Wettbewerb mit US-Konkurrenz zu bestehen.
- Investoren zeigen veränderte Haltung, fordern jedoch Transparenz bei Vergütungsstrukturen.
In London steigt der Druck auf FTSE-Unternehmen, die Gehälter ihrer Führungskräfte zu erhöhen. Angesichts der Konkurrenz aus den USA und einer veränderten Investorenhaltung planen große Unternehmen wie British American Tobacco und Compass Group, ihre Vergütungsstrukturen anzupassen.
BAT-CEO Tadeu Marroco könnte künftig bis zu 18,2 Mio. Pfund jährlich verdienen, während Compass-CEO Dominic Blakemore auf bis zu 15,3 Mio. Pfund kommen könnte. Beide Unternehmen betonen die Notwendigkeit, im globalen Vergleich wettbewerbsfähig zu bleiben.
Analysten berichten von einem Umdenken bei institutionellen Anlegern. Die Performance-Erwartungen und der internationale Konkurrenzdruck haben zu einer neuen Akzeptanz höherer Gehälter geführt. Investoren fordern jedoch Transparenz bei der Benchmarking-Praxis.
Die Gehaltserhöhungen betreffen nicht nur die oberste Führungsebene. Auch nachgeordnete Manager sollen profitieren, was zu „Kompressionsproblemen“ führen könnte. Unternehmen streben daher eine Anpassung des gesamten Vergütungsspektrums an.
Großbanken wie Barclays und HSBC nutzen die Abschaffung der EU-Bonusobergrenze, um höhere variable Vergütungen zu genehmigen. Dies soll helfen, qualifizierte Führungskräfte zu halten und zu rekrutieren.
Mit den neuen Vergütungsmodellen wollen FTSE-Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern. Deloitte-Berater Mitul Shah erwartet weitere Vorschläge für 2024/25. Die Debatte über die Angleichung britischer Gehälter an US-Niveaus bleibt jedoch umstritten.