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Fed hält Zinsen stabil: Vertrauen in den Dollar schwindet trotz Zinsvorteil

  • Die Fed hält die Zinsen stabil bei 3,5 bis 3,75 Prozent, trotz politischer Spannungen.
  • Der Dollar verliert an Vertrauen, trotz Zinsvorteil gegenüber der Eurozone.

Die US-Notenbank Federal Reserve hat die Zinsen unverändert bei 3,5 bis 3,75 Prozent belassen. Fed-Chef Jerome Powell sieht keinen datenbasierten Grund für eine Lockerung, trotz politischer Spannungen und wachsender Unsicherheiten.

Die Inflation bleibt mit 2,7 Prozent über dem Ziel von zwei Prozent. Der robuste Arbeitsmarkt nimmt der Fed den Handlungsdruck. Powell betont die Integrität der Fed, was angesichts politischer Angriffe auf ihre Unabhängigkeit besonders wichtig ist.

Ökonomen erwarten Zinssenkungen erst im Sommer 2026. Die erste Lockerung könnte zur Juni-Sitzung erfolgen, möglicherweise unter Powells Nachfolger. Bis dahin bleibt die Geldpolitik restriktiv.

Die Aktienmärkte reagierten verhalten, die großen US-Indizes bewegten sich kaum. Der Dollar hat seit Anfang 2025 rund 15 Prozent gegenüber dem Euro verloren, trotz eines Zinsvorsprungs gegenüber der Eurozone.

Normalerweise würde ein solches Zinsdifferenzial den Dollar stärken. Doch politische Unsicherheiten und Konflikte zwischen Präsident Trump und der Fed führen zu einem Vertrauensverlust in die US-Währung.

Trump zeigt sich unbesorgt über den fallenden Dollar und verweist auf gute Geschäfte der USA. Gleichzeitig hat er die Fed scharf angegriffen und mit juristischen Schritten gedroht.

Für Investoren ist das institutionelle Umfeld entscheidend. Die Unabhängigkeit der Fed ist ein Fundament der globalen Dollar-Dominanz. Politische Infragestellungen könnten den Status des Dollars als Vertrauenswährung gefährden.

Der heutige Beschluss zeigt: Die Fed bleibt vorsichtig und datengetrieben. Die eigentliche Spannung liegt im politischen Kontext, nicht im Zinsniveau. Märkte bewerten zunehmend die Stabilität der Institutionen hinter der Weltleitwährung.

Der Leitzins bleibt hoch, doch das Vertrauen in den Dollar ist nicht mehr uneingeschränkt.

Quelle: Eulerpool Research Systems