Ein starkes erstes Quartal gibt dem japanischen Modekonzern Rückenwind. Die Uniqlo-Mutter Fast Retailing profitiert von hoher Nachfrage im Heimatmarkt sowie vom Wachstum in Europa und Nordamerika – und korrigiert ihre Gewinnziele deutlich nach oben.
Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres erzielte Fast Retailing einen operativen Gewinn von 205,6 Milliarden Yen. Das entspricht einem Anstieg von 34 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Analysten hatten im Schnitt lediglich mit rund 177 Milliarden Yen gerechnet. Die Ergebnisentwicklung fiel damit spürbar besser aus als vom Markt erwartet.
Auf Basis der starken Zahlen passt der Konzern seine Erwartungen für das Gesamtjahr 2025/26 an. Das Management rechnet nun mit einem Jahresgewinn von 650 Milliarden Yen, nachdem bislang 610 Milliarden Yen prognostiziert worden waren. Umgerechnet entspricht das einem Ergebnis von rund 3,6 Milliarden Euro. Die Anhebung unterstreicht den gestiegenen Optimismus des Managements hinsichtlich der weiteren Geschäftsentwicklung.
Besonders stark entwickelte sich das Geschäft in Japan. Dort sorgte eine hohe Nachfrage nach Sweatshirts und funktionaler Unterwäsche für zusätzliche Dynamik. Die Produkte gelten als margenstark und trafen angesichts kühlerer Witterung und anhaltender Konsumlaune den Geschmack der Kunden.
Auch außerhalb Japans zeigte sich eine positive Entwicklung. In Europa und Nordamerika setzte sich die Expansion der Modemarke Uniqlo fort. Zusätzlich trug eine Erholung des Geschäfts auf dem chinesischen Festland zum Wachstum bei, nachdem der Markt zuvor längere Zeit schwächer verlaufen war.
Mit dem starken Quartalsergebnis und der angehobenen Prognose setzt Fast Retailing ein positives Signal für den internationalen Bekleidungssektor. Der Konzern zeigt, dass sich eine klare Positionierung im preislich attraktiven, funktionalen Segment auch in einem anspruchsvollen Konsumumfeld auszahlen kann.




