Eurozone wächst im Q1 2025 nur um 0,3 Prozent; US-Zölle erhöhen Unsicherheit und drücken auf Investitionen.
Das Wirtschaftswachstum im Euroraum fiel im ersten Quartal 2025 mit 0,3 Prozent etwas schwächer aus als zunächst gemeldet. Eurostat korrigierte die erste Schätzung von 0,4 Prozent leicht nach unten. Dennoch übertraf die Entwicklung die damaligen Erwartungen der Ökonomen.
Diese Zahlen stehen im Schatten wachsender Unsicherheiten, die durch die im April angekündigten US-Zölle ausgelöst wurden. Trotz eines teilweisen Zurückruderns der US-Regierung bleiben Unternehmen und private Haushalte in Europa angespannt. Die unklare Handelspolitik beeinträchtigt die Investitionsbereitschaft und den privaten Konsum zunehmend.
Vor diesem Hintergrund erwägen Mitglieder der Europäischen Zentralbank (EZB) zusätzliche Zinssenkungen. Seit Juni 2024 hat die EZB bereits sieben Mal die Zinsen reduziert, um die Wirtschaft zu stützen. Experten erwarten, dass die Wachstumsprognosen bei der nächsten Aktualisierung im Juni nach unten korrigiert werden.
Erfreulicherweise zeigt sich der Arbeitsmarkt bislang robust. Die Beschäftigung stieg im ersten Quartal um 0,3 Prozent – eine Beschleunigung gegenüber dem vierten Quartal 2024, als das Plus bei nur 0,1 Prozent lag. Dies deutet darauf hin, dass der Arbeitsmarkt trotz des gedämpften Wachstums weiterhin Stabilität verleiht.
Die Eurozone steht somit vor der Herausforderung, eine fragile Erholung unter erhöhter globaler Unsicherheit aufrechtzuerhalten – und die Reaktion der EZB dürfte dabei entscheidend sein.




