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EU plant schrittweises Importverbot für russisches Gas und stärkt LNG-Partnerschaften

  • EU plant zweistufiges Importverbot für russisches Gas bis 2027.
  • Neue LNG-Partnerschaften sollen Versorgung sichern, USA als wichtiger Partner.

Die EU-Kommission plant ein zweistufiges Importverbot für russisches Gas. Bis Ende 2024 sollen keine neuen Verträge mehr abgeschlossen werden. Bis 2027 sollen bestehende Langfristverträge auslaufen. Ziel ist es, Russlands Energieexporte als politische Waffe zu neutralisieren.

Statt eines EU-weiten Embargos wird ein komplexes Regelwerk über das Energierecht angestrebt. Nationale Parlamente müssen die Vorgaben umsetzen. Gesetzesvorschläge sind für Juni geplant. Kritiker befürchten rechtliche Risiken, da viele Energieversorger in teuren Verträgen mit Gazprom und Novatek gebunden sind.

Die EU hat ihren Gasverbrauch seit 2021 um 20 Prozent reduziert. Dies gelang durch Effizienzmaßnahmen und den Ausbau erneuerbarer Energien. Die LNG-Importe aus den USA stiegen auf 25 Prozent. Norwegen bleibt mit 30 Prozent der wichtigste Gaslieferant der EU.

Um Versorgungslücken zu schließen, plant die EU neue Quellen in Katar, Kanada, Afrika und Aserbaidschan. Auch neue Pipelineverbindungen und Gasfelder, etwa in Rumänien, sollen helfen. Die Tür für weitere US-LNG-Importe steht offen, doch es gibt Bedenken über neue Abhängigkeiten.

Quelle: Eulerpool Research Systems