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Erholung der asiatischen Märkte trotz US-Zolldrohungen

  • Asiens Märkte erholen sich nach historischen Verlusten, doch US-Zolldrohungen belasten weiterhin.
  • Der Nikkei-Index stieg um über fünf Prozent, während der MSCI Asia Pacific Index um bis zu 2,6 Prozent zulegte.

Die asiatischen Märkte erholen sich nach historischen Verlusten. Der Nikkei-Index stieg um über fünf Prozent, da US-Präsident Trump Japan Priorität bei Handelsgesprächen einräumt. Auch US- und europäische Futures zeigen erste Stabilisierungstendenzen.

Der MSCI Asia Pacific Index legte um bis zu 2,6 Prozent zu, nachdem er am Montag den größten Tagesverlust seiner Geschichte verzeichnete. In China und Hongkong stabilisierten staatlich gesteuerte Fonds die Kurse, während die Zentralbank zusätzliche Liquidität bereitstellte.

Die Marktstimmung bleibt fragil. Trump droht weiterhin mit zusätzlichen Zöllen auf chinesische Waren, was das Rezessionsrisiko erhöht. China kündigte Gegenmaßnahmen an, sollte Washington die Zölle weiter erhöhen.

Der taiwanesische Aktienmarkt bleibt unter Druck. Der Leitindex fiel um 5,5 Prozent auf ein 14-Monats-Tief, da sich Taiwan von der regionalen Erholung entkoppelte.

An den Anleihemärkten zeigen sich erste Gegenbewegungen. US-Treasuries zogen nach dem Ausverkauf am Montag leicht an. Investoren beobachten die bevorstehenden Auktionen von US-Staatsanleihen genau.

Die Federal Reserve steht unter Druck. Der Markt preist mindestens drei Zinssenkungen bis Jahresende ein. Sorgen über Angebotsengpässe und Inflationsrisiken durch Zölle nehmen zu.

Einzelne asiatische Unternehmen verzeichnen kräftige Kursgewinne. BYD Co. stieg in Hongkong um über sieben Prozent nach einer Gewinnprognose. Samsung Electronics legte um vier Prozent zu dank starker Verkaufszahlen.

Marktteilnehmer bleiben vorsichtig. Rajeev De Mello von Gama Asset Management spricht von einer „temporären Bodenbildung“. Viele Anleger warten auf eine Reaktion von Trump, doch die Unsicherheit bleibt hoch.

Quelle: Eulerpool Research Systems