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Deutsche Telekom: Barclays sieht 45% Aufwärtspotenzial trotz aktuellem Tiefstand

  • Barclays sieht 45% Aufwärtspotenzial für Deutsche Telekom trotz aktuellem Tiefstand.
  • Quartalszahlen am 26. Februar entscheidend für die Bewertung der Barclays-These.

Die Deutsche Telekom-Aktie notiert nahe ihrem Jahrestief, doch Barclays bleibt optimistisch. Die britische Investmentbank setzt auf ein Kursziel von 40 Euro, was ein Aufwärtspotenzial von fast 45 Prozent bedeutet.

Barclays-Analyst Maurice Patrick bekräftigt seine Kaufempfehlung. Er sieht Anzeichen dafür, dass der aggressive Preiswettbewerb im deutschen Markt sich nicht weiter verschärft hat und für 2026 erste Stabilisierungstendenzen erkennbar sind.

Eine solche Entwicklung wäre für die Telekom entscheidend. Der Heimatmarkt ist margenträchtig, aber kapitalintensiv. Nachlassender Preisdruck könnte Investitionen in Netze und 5G-Ausbau aus dem Cashflow finanzieren.

An der Börse spiegelt sich diese Zuversicht bisher nicht wider. Die Aktie notiert bei rund 27 Euro, klar unter dem 200-Tage-Durchschnitt und knapp über dem 52-Wochen-Tief.

Charttechnisch bleibt der Trend angeschlagen, solange der Kurs nicht nachhaltig über 30 Euro steigt. Die Diskrepanz zwischen dem Barclays-Ziel von 40 Euro und dem aktuellen Kurs zeigt die Differenz zwischen Analysten- und Marktmeinung.

Strategisch setzt die Telekom auf Wachstum im Gesundheitssektor. Mit Uwe Heckert als neuem COO für das Gesundheitsgeschäft der T-Systems will die Telekom digitale Gesundheitslösungen stärker industrialisieren.

Das Management hält am Aktienrückkaufprogramm fest. Anfang Januar wurden über 1,5 Millionen eigene Aktien erworben, ein Signal, dass der Konzern seine Bewertung für zu niedrig hält.

Ob die Barclays-These aufgeht, wird sich mit den Quartalszahlen am 26. Februar zeigen. Dann wird klar, ob sich der Wettbewerbsdruck entspannt und die Cashflows aus dem US-Geschäft robust bleiben.

Bis dahin bleibt die Telekom-Aktie in einer Schwebe: fundamental vielversprechend, an der Börse aber ohne Vertrauensvorschuss. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob der Markt die 40-Euro-Vision von Barclays ernst nimmt.

Quelle: Eulerpool Research Systems