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Deutsche Autozulieferer kürzen Investitionen: Standortnachteile und schwache Nachfrage belasten Branche

  • 76 Prozent der deutschen Autozulieferer verschieben oder streichen Investitionen aufgrund schwacher Nachfrage und hoher Kosten.
  • VDA warnt vor geopolitischen Risiken und wachsendem internationalen Wettbewerbsdruck, dringender politischer Handlungsbedarf besteht.

Eine Umfrage des Verbands der Automobilindustrie (VDA) zeigt, dass 76 Prozent der mittelständischen Zulieferer in Deutschland geplante Investitionen verschieben, ins Ausland verlagern oder streichen. Besonders alarmierend: Jeder fünfte Betrieb plant, Investitionen komplett zu streichen.

Hauptgründe sind enttäuschende Absatzerwartungen in Europa, hohe Produktionskosten und verschärfte Finanzierungsbedingungen. Fast 70 Prozent der Unternehmen berichten von restriktiverer Kreditvergabe durch Banken, was auf wachsende Kapitalengpässe im Mittelstand hinweist.

VDA-Präsidentin Hildegard Müller warnt vor geopolitischen Risiken, US-Zollpolitik und strukturellen Standortnachteilen in Deutschland. Der internationale Wettbewerbsdruck, insbesondere durch chinesische Anbieter, nimmt zu. Politisches Handeln sei dringend erforderlich.

Im Februar planten 29 Prozent der Unternehmen Investitionsverlagerungen ins Ausland, aktuell sind es 24 Prozent. Der Anteil der Unternehmen, die Investitionen vollständig streichen, wächst, was die Innovationskraft in Deutschland schwächt.

Der Druck zur Transformation in Richtung Elektromobilität bleibt hoch, doch vielen Mittelständlern fehlt die Perspektive. 42 Prozent bewerten ihre Geschäftslage als schlecht, nur ein Drittel erwartet Besserung im nächsten Jahr. Die Wertschöpfungskette in Deutschland droht strukturell geschwächt zu werden.

Quelle: Eulerpool Research Systems