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Czechoslovak Group plant größten Börsengang der Rüstungsindustrie

  • Czechoslovak Group plant größten Börsengang der Rüstungsindustrie mit einer Bewertung von bis zu 25 Milliarden Euro.
  • Starke Nachfrage und institutionelles Interesse, Ankerinvestoren wie BlackRock und der Staatsfonds von Katar sind beteiligt.

Der tschechische Verteidigungskonzern Czechoslovak Group (CSG) bereitet einen der größten Börsengänge in der europäischen Industriegeschichte vor. Mit einer Bewertung von bis zu 25 Milliarden Euro und einem Emissionsvolumen von über drei Milliarden Euro wird ein Rekorddebüt angestrebt.

CSG plant, bereits diesen Freitag an der Amsterdamer Börse Euronext zu debütieren. Eigentümer Michal Strnad will durch den Verkauf eigener Anteile bis zu 2,55 Milliarden Euro erlösen. Eine Kapitalerhöhung über 750 Millionen Euro ist ebenfalls geplant.

Das gesamte Platzierungsvolumen könnte bei rund 3,3 Milliarden Euro liegen. Der Ausgabepreis je Aktie wird auf 25 Euro festgelegt. Dies wäre der größte europäische Börsengang seit dem InPost-Debüt 2021 und der erste Mega-IPO des Jahres 2026.

Die Nachfrage ist enorm. Bloomberg berichtet, dass das Orderbuch bereits kurz nach Öffnung vollständig gedeckt war. Ankerinvestoren wie BlackRock und der Staatsfonds von Katar haben Zusagen von insgesamt rund 900 Millionen Euro gemacht.

Das schnelle Tempo zwischen Buchöffnung und Handelsstart ist außergewöhnlich und zeigt das starke institutionelle Interesse am Rüstungssektor. CSG ist ein klarer Gewinner der geopolitischen Zeitenwende und profitiert von der gestiegenen Nachfrage.

In den ersten neun Monaten 2025 erzielte CSG einen Umsatz von 4,49 Milliarden Euro, ein Viertel davon durch Lieferungen an die Ukraine. Der Konzern ist dort ein wichtiger Munitions- und Fahrzeuglieferant.

Die gestiegenen Cashflows nutzte Strnad für eine aggressive Expansionsstrategie. Ende 2024 übernahm CSG die US-amerikanische Kinetic Group, wodurch CSG auch in Nordamerika zu einem Schwergewicht wurde.

Der geplante Börsengang markiert einen Paradigmenwechsel. Verteidigung wird nicht mehr als Randbranche, sondern als systemrelevante Infrastruktur betrachtet. CSG könnte zum börsennotierten Flaggschiff der osteuropäischen Rüstungsindustrie werden.

Mit einer Bewertung von 25 Milliarden Euro würde CSG in eine Liga mit etablierten europäischen Industriekonzernen aufsteigen. Der Kapitalmarkt sendet ein klares Signal: Sicherheit ist ein zentrales Investmentthema der neuen Weltordnung.

Quelle: Eulerpool Research Systems