Commerzbank entschädigt Kunden für unzulässige Strafzinsen
- Commerzbank entschädigt 40.000 Kunden für unzulässige Strafzinsen.
- Insgesamt werden etwa zehn Millionen Euro ausgezahlt.
Die Commerzbank wird rund 40.000 Kunden für in der Vergangenheit erhobene Strafzinsen entschädigen. Laut der Süddeutschen Zeitung plant die Bank Auszahlungen von insgesamt etwa zehn Millionen Euro. Voraussetzung für die Entschädigung ist, dass sich die betroffenen Kunden zurückmelden.
Zwischen 2014 und 2022 erhoben viele Banken Verwahrentgelte, nachdem die Europäische Zentralbank Negativzinsen eingeführt hatte. Die Commerzbank belastete Konten mit Guthaben über 50.000 Euro mit diesen Gebühren.
Im Februar 2025 entschied der Bundesgerichtshof, dass Strafzinsen auf Spar- und Tagesgeldkonten unzulässig sind, da sie dem Sparzweck widersprechen. Das OLG Frankfurt verpflichtete die Banken, ihre Kunden über die Unwirksamkeit der Klauseln zu informieren.
Eine Sprecherin der Commerzbank erklärte, dass die Bank die Vorgaben vollständig umsetzt. Seit Mitte 2022 erhebt die Commerzbank keine Verwahrentgelte mehr, und entsprechende Klauseln wurden aus den Privatkundenverträgen entfernt.