Circle: Erfolgreiches Börsendebüt und Zukunftsperspektiven im Krypto-Markt
- Circle erzielt bei Börsendebüt 22 Milliarden US-Dollar Bewertung.
- US-Regulierung könnte Stablecoin-Markt auf zwei Billionen US-Dollar steigern.
Circle Internet feierte ein beeindruckendes Debüt an der New Yorker Börse. Die Aktie startete bei 31 US-Dollar und erreichte zeitweise 103,75 US-Dollar, bevor sie bei 83,90 US-Dollar schloss. Der Börsenwert beträgt nun rund 22 Milliarden US-Dollar.
Der Börsengang brachte Circle 1,1 Milliarden US-Dollar ein, mehr als erwartet. Analysten sehen darin ein Zeichen für die Erholung des IPO-Markts in den USA, der unter protektionistischen Maßnahmen von Präsident Trump gelitten hatte.
Circle betreibt den Stablecoin USDC, mit 61 Milliarden im Umlauf. Damit liegt Circle hinter Tether. Stablecoins sind an klassische Währungen gekoppelt und durch Reserven gedeckt, was Circle 1,66 Milliarden US-Dollar an Zinserträgen einbrachte.
60 Prozent der Einnahmen zahlt Circle an Distributionspartner wie Coinbase. CEO Jeremy Allaire sieht regulatorische Akzeptanz und das globale Netzwerk als Wettbewerbsvorteile gegenüber Banken und Zahlungsdienstleistern.
Präsident Trump plant, Kryptowährungen weniger strikt zu regulieren und die USA zum Krypto-Zentrum zu machen. Ein regulatorischer Rahmen für Stablecoins könnte das Marktvolumen auf zwei Billionen US-Dollar steigern.
Das Geschäftsmodell steht unter Beobachtung, da 63 Prozent der illegalen Krypto-Transaktionen auf Stablecoins entfallen. Diese Technologie dient sowohl als Zahlungsinstrument in Schwellenländern als auch für Finanzkriminalität.
Der Börsengang ist Circles zweiter Versuch. 2021 scheiterte eine SPAC-Fusion mit einem von Ex-Barclays-CEO Bob Diamond geführten Vehikel, die Bewertung lag damals bei sieben bis neun Milliarden US-Dollar.