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Chinas Wirtschaftswachstum 2025: Exporterfolge und interne Herausforderungen

  • China erreicht 2025 sein BIP-Ziel von fünf Prozent Wachstum, getragen von Exporterfolgen.
  • Interne Herausforderungen: schwacher Konsum, fallende Investitionen und anhaltende Immobilienkrise.

China hat 2025 sein BIP-Ziel von fünf Prozent Wachstum erreicht, getragen von einem historischen Exporterfolg. Doch im Inland herrschen schwacher Konsum, fallende Investitionen und eine anhaltende Immobilienkrise.

Der Exportsektor kompensierte den Rückgang der US-Ausfuhren durch neue Märkte in Europa, Lateinamerika und Asien. Dies führte zu einem Rekord-Handelsüberschuss von 1,2 Billionen Dollar.

Seit dem Immobiliencrash 2021 fließen Kapital und Subventionen in die Industrie, was zu strukturellen Überkapazitäten führt. Fabriken produzieren mehr, als der heimische Markt aufnehmen kann, und drängen mit aggressiven Preisen in den Weltmarkt.

Langfristig birgt diese Strategie geopolitische und ökonomische Risiken. Ein weiter wachsender Handelsüberschuss könnte protektionistische Gegenreaktionen provozieren.

Während die Industrieproduktion 2025 um 5,9 Prozent zulegte, wuchsen die Einzelhandelsumsätze nur um 3,7 Prozent. Immobilieninvestitionen brachen um 17,2 Prozent ein, und die gesamten Anlageinvestitionen sanken erstmals seit 1996.

Unternehmer berichten von ausbleibenden Aufträgen, sinkenden Margen und fehlendem Kapital. Die Sparneigung der Haushalte bleibt hoch, der Konsum gedämpft.

Die Notenbank reagierte mit Lockerungsmaßnahmen, doch das Grundproblem liegt in der fehlenden Investitions- und Konsumbereitschaft.

Sozialpolitische Maßnahmen wirken nur punktuell. Analysten warnen vor einem Wachstum von nur noch vier Prozent, wenn keine Wende zu einer konsumgetriebenen Wirtschaft gelingt.

Für Investoren ist die Botschaft ambivalent: Chinas Industrie zeigt Wettbewerbsfähigkeit, doch das Wachstum wird einseitiger und politisch angreifbarer.

Das Erreichen des Fünf-Prozent-Ziels 2025 ist weniger ein Beweis struktureller Stärke als ein Signal strategischer Zuspitzung.

Quelle: Eulerpool Research Systems