Chinas Strategische Lithiumförderung: Trotz Verlusten und Umweltfolgen auf Expansionskurs
- China fördert Lithium in Yichun trotz Verlusten und Umweltproblemen, um strategische Selbstversorgung zu sichern.
- Die Regierung setzt auf vollständige Kontrolle der Wertschöpfungskette, um die Energiewende abzusichern.
China treibt die Lithiumförderung in Yichun voran, trotz Preisverfall und Umweltproblemen. Der Fokus liegt auf strategischer Selbstversorgung, nicht auf Gewinn. Unternehmen wie CATL investieren weiter, um die Kontrolle über diesen zentralen Rohstoff der Energiewende zu sichern.
Die Lithiumpreise sind seit 2022 um 90% gefallen. Dennoch bleibt Yichun ein Zentrum der Lepidolith-Förderung. Die Zentralregierung setzt auf vollständige Kontrolle der Wertschöpfungskette, von der Mine bis zur Batterieproduktion. Der Gewinn einzelner Glieder ist zweitrangig.
Lepidolith ist eine zweitklassige Lithiumquelle mit hohem Energiebedarf und großen Abfallmengen. Dennoch boomt der Abbau, da China auf Importe angewiesen ist und unter geopolitischem Druck steht. Eigene Ressourcen zu erschließen, ist strategisch notwendig.
Die Regierung fördert die Expansion gezielt. In Jiangxi ist Lithium ein Wachstumsmotor. Die Produktionsmenge hat sich seit 2020 um das Zwanzigfache erhöht und soll bis 2030 nochmals verdoppelt werden. Höhere Volumina sollen niedrige Preise ausgleichen.
Die ökologischen Kosten sind hoch. Die Aufbereitung von Lepidolith erzeugt giftige Rückstände. Grenzwertüberschreitungen wurden gemessen. Strengere Kontrollen und bessere Abfalllagerung treiben die Kosten weiter nach oben.
China nimmt diese Kosten in Kauf, um industrielle Souveränität zu sichern. Ein „Festungswirtschaftsmodell“ duldet keine Lücken in Schlüsselbranchen. Nachtproduktionen nutzen günstigere Strompreise, während neue Vorkommen erschlossen werden.
Chinas Lithiumstrategie ist ein geopolitischer Hebel, kein Marktprojekt. Es dient der Absicherung der Energiewende gegen äußere Abhängigkeit und ist ein sicherheitspolitisches Instrument.