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China stoppt Export von Dual-Use-Gütern nach Japan: Reaktion auf Taiwan-Konflikt

  • China verbietet den Export von Dual-Use-Gütern nach Japan als Reaktion auf den Taiwan-Konflikt.
  • Das Verbot könnte erhebliche wirtschaftliche Folgen für Japan haben und erhöht den politischen Druck auf Tokio.

China hat den Export von Dual-Use-Gütern nach Japan mit sofortiger Wirkung untersagt. Diese Maßnahme ist eine direkte Reaktion auf Äußerungen der japanischen Premierministerin Sanae Takaichi zum Taiwan-Konflikt.

Betroffen sind Waren, Technologien und Software, die sowohl zivil als auch militärisch genutzt werden können. Das chinesische Handelsministerium kündigte an, Verstöße konsequent zu verfolgen.

Dual-Use-Güter sind in geopolitischen Konflikten von zentraler Bedeutung. Dazu gehören Hochleistungs-Chips und Präzisionsmaschinen, die in zivilen und militärischen Anwendungen eingesetzt werden.

Die Beziehungen zwischen China und Japan haben sich seit dem Amtsantritt von Takaichi verschlechtert. Ihre Aussage, Japan könne auf einen chinesischen Angriff auf Taiwan militärisch reagieren, wurde in Peking als Provokation gewertet.

China hat bereits mit Maßnahmen wie dem Boykott japanischer Produkte und einem Importverbot für Meeresfrüchte reagiert. Das neue Exportverbot stellt eine weitere Eskalation dar.

Das Verbot könnte erhebliche wirtschaftliche Folgen für Japan haben, insbesondere für Unternehmen, die auf chinesische Vorprodukte angewiesen sind. Es erhöht den Druck auf Tokio, seine Position im Taiwan-Konflikt zu klären.

Die Verflechtung von geopolitischen Spannungen und Wirtschaftspolitik wird immer deutlicher. Handelsbeziehungen werden zunehmend als Instrument strategischer Machtpolitik genutzt.

Quelle: Eulerpool Research Systems