China setzt auf Hochtechnologie: Neuauflage der Industriepolitik trotz westlicher Kritik
- China plant strategisches Update seiner Industriepolitik mit Fokus auf Hochtechnologie.
- Präsident Xi betont Eigenständigkeit und Schlüsseltechnologien, trotz westlicher Kritik.
China plant ein strategisches Update seiner Industriepolitik, das sich auf Hochtechnologie konzentriert. Die Regierung unter Präsident Xi Jinping will die Initiative „Made in China 2025“ fortführen, möglicherweise unter neuem Namen, um politische Spannungen mit dem Westen zu vermeiden.
Der Fokus liegt auf Investitionen in Spitzentechnologien, insbesondere in der Halbleiterfertigung. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber westlichen Rivalen zu sichern und die technologische Abhängigkeit zu verringern. Der Industrieanteil am BIP soll stabil bleiben, während der Konsumanteil nicht festgeschrieben wird.
Präsident Xi betonte bei einem Fabrikbesuch die Bedeutung der Eigenständigkeit und der Beherrschung von Schlüsseltechnologien. Fortschritte chinesischer Firmen im Bereich künstliche Intelligenz, wie DeepSeek, unterstützen diese Strategie.
Premier Li Qiang erklärte, dass die Ankurbelung des Konsums oberstes Ziel sei, doch konkrete Maßnahmen fehlen. Der Konsumanteil an Chinas Wirtschaftsleistung stagniert bei rund 40 %, deutlich unter dem Niveau fortgeschrittener Volkswirtschaften.
Chinas Planer betonen die Bedeutung des produzierenden Gewerbes für nationale Sicherheit und Beschäftigung. US-Tariferhöhungen und Exportkontrollen bestärken Peking in seiner Haltung, dass wirtschaftliche Selbstbehauptung Priorität hat.
Die Strategie stößt auf Skepsis in Washington. Während das US-Finanzministerium von „strategischem decoupling“ spricht, sieht Peking keinen Anlass zur Kurskorrektur. Die National Development and Reform Commission äußerte sich nicht zu den aktuellen Plänen.