China hebt Boeing-Lieferverbot auf: Zeichen der Handelsentspannung
- China hebt das Lieferverbot für Boeing-Flugzeuge auf, was auf eine Entspannung im Handelskonflikt hindeutet.
- Die USA und China haben ihre Zölle deutlich gesenkt, was Boeing direkt zugutekommt.
China hat das Lieferverbot für Boeing-Flugzeuge aufgehoben, was auf eine Entspannung im Handelskonflikt mit den USA hindeutet. Chinesische Airlines dürfen wieder Flugzeuge von Boeing übernehmen, nachdem das Verbot seit April galt.
Die Entscheidung folgt auf eine überraschende Zoll-Einigung zwischen den USA und China. Boeing kann nun auf aufwendige Umverkäufe und Zwischenlagerungen verzichten, die aufgrund des Verbots notwendig geworden wären.
Die USA haben ihre Importzölle auf chinesische Produkte von 145 Prozent auf 30 Prozent gesenkt. China hat im Gegenzug seine Zölle auf US-Waren auf 10 Prozent reduziert und die Blockade von Flugzeuglieferungen weitgehend aufgehoben.
Boeing profitiert direkt von der Entscheidung, auch wenn der genaue Zeitplan für die Flugzeugübergaben noch unklar ist. Offizielle Bestätigungen von Boeing oder der chinesischen Luftfahrtbehörde stehen noch aus.
Boeing hatte in China bereits an Vertrauen verloren, nachdem das Modell 737 Max 2019 nach zwei Abstürzen aus dem Verkehr gezogen wurde. Qualitätsprobleme verschärften die Situation Anfang 2024.
Airbus nutzte die Situation strategisch und baute seine Position in China aus. Die Rückkehr von Boeing zeigt jedoch, dass wirtschaftliche Pragmatik in Peking weiterhin eine Rolle spielt, da China in den nächsten 20 Jahren 20 Prozent der weltweiten Flugzeugnachfrage stellen wird.
Die politische Dimension bleibt bestehen. Das Weiße Haus präsentierte kürzlich einen neuen Handelsvertrag mit Großbritannien, der einen 10-Milliarden-Dollar-Deal für Boeing beinhaltet. Der Druck, Boeing den Zugang zum chinesischen Markt zu sichern, war gestiegen.