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Bundesbank-Vize Mauderer: Klimarisiken für Finanzsystem unterschätzt

  • Bundesbank-Vize Mauderer warnt vor unterschätzten Klimarisiken für das Finanzsystem.
  • NGFS-Analyse prognostiziert globalen BIP-Rückgang um bis zu 15 Prozent bis Mitte des Jahrhunderts.

Sabine Mauderer, Vizepräsidentin der Bundesbank, betont die Bedeutung der Notenbanken im Klimaschutz. Sie räumt ein, dass die finanziellen Risiken des Klimawandels lange unterschätzt wurden. Physische Risiken treffen auch entwickelte Volkswirtschaften stärker als erwartet.

Zentralbanken sind laut Mauderer unpolitische Technokraten, die sich auf neue finanzielle Risiken konzentrieren. Eine NGFS-Analyse prognostiziert einen Rückgang des globalen BIP um bis zu 15 Prozent bis Mitte des Jahrhunderts, selbst bei Einhaltung der Klimaziele.

Die NGFS-Modelle, gegründet von Notenbanken wie der Bank of England, sind Grundlage für Stresstests in Brasilien, China und der EU. Trotz des Austritts der US-Notenbank Fed wächst die Bedeutung der Organisation.

US-Präsident Trump bezeichnete den Klimawandel als „teuren Schwindel“. Die Fed verließ das NGFS wegen angeblicher Kompetenzüberschreitungen. US-Regulierer fordern, das Basel Committee solle seine Klimaaktivitäten reduzieren.

Innerhalb des G20-Finanzaufsichtsgremiums FSB herrscht Uneinigkeit über die Notwendigkeit weiterer Arbeiten zu Klimarisiken. Das FSB plant, jährlich zu prüfen, ob neue Projekte erforderlich sind.

Mauderer warnt, dass zukünftige NGFS-Modelle noch gravierendere Risiken aufzeigen könnten. Unberücksichtigt bleiben bisher Wasserknappheit, Bestäubungssysteme, Massenmigration und Kipppunkte im Klimasystem.

Die UN warnt vor einem Temperaturanstieg von über 3 Grad. Extremwetter könnte Inflation durch Produktionsausfälle anheizen und Versicherungsdeckungen reduzieren, was direkte Folgen für Immobilienmärkte und Finanzstabilität hätte.

Quelle: Eulerpool Research Systems