BlackRock will durch die Einführung von Vanguards ETF-Multi-Share-Class-Struktur ETFs mit Mutual Funds in 401(k)-Plänen verbinden, um das ETF-Anlagevolumen zu erhöhen.
BlackRock strebt an, die von Vanguard entwickelte ETF-Multi-Share-Class-Struktur zu übernehmen. In einer am Mittwoch bei der Securities and Exchange Commission (SEC) eingereichten Meldung beantragte der Vermögensverwalter, offene Investmentfonds um ETF-Anteile zu erweitern.
Damit ist BlackRock das 33. Unternehmen, das diesen Schritt geht. Zu den weiteren Antragstellern zählen Fidelity, Franklin Templeton und T. Rowe Price. Bis Mai letzten Jahres war die Nutzung dieser Struktur aufgrund eines Patents von Vanguard nicht möglich.
Durch die Verbindung von ETFs mit Mutual Funds innerhalb von 401(k)-Plänen erhofft sich BlackRock, das Anlagevolumen seiner ETFs zu steigern. Viele betriebliche Altersvorsorgepläne bieten keine ETFs an, da sie oft nicht mit Intraday-Handel kompatibel sind. Mit der Multi-Share-Class-Struktur könnten Mutual Fund Shares in diesen Plänen verfügbar gemacht werden, was sowohl ETF- als auch Mutual-Fund-Investoren zugutekäme.
In seiner Eingabe betont BlackRock zudem Vorteile wie Kosteneffizienz, größere Skalierung und die Anpassung an Anlegerpräferenzen. Das Unternehmen adressiert auch mögliche Bedenken der SEC hinsichtlich "Cross-Subsidization" und schlägt strikte Vorstandskontrollen vor.
Obwohl bereits zahlreiche Anträge vorliegen, hat die SEC bisher noch keine Genehmigungen erteilt. PGIA, die US-Sparte des australischen Unternehmens Perpetual, war im Februar 2023 der erste Antragsteller, musste aber nach Rückfragen der SEC neu einreichen. Dimensional Fund Advisors steht als Nächstes zur Entscheidung an.
Größere Anbieter wie Capital Group, Invesco, JPMorgan und State Street Global Advisors haben bislang noch keinen entsprechenden Antrag gestellt.




