Bayer-Aktie steigt: Supreme Court prüft Glyphosat-Klagen
- US Supreme Court prüft Glyphosat-Klagen, Bayer-Aktie steigt um über 7%.
- Entscheidung könnte bis 2026 kommen, mit potenziellen Auswirkungen auf Bayers Risikoprofil.
Ein Signal aus Washington sorgt für Aufsehen: Der US Supreme Court will sich mit dem Glyphosat-Komplex befassen. Diese Ankündigung führte zu einem starken Kursanstieg der Bayer-Aktie, die zeitweise um über sieben Prozent zulegte.
Der Oberste Gerichtshof der USA prüft, ob die EPA-Zulassung von Glyphosat ohne Krebs-Warnhinweis Klagen auf Bundesstaatsebene ausschließt. Dies könnte für Bayer das Ende einer langen Rechtsodyssee bedeuten.
Seit der Monsanto-Übernahme 2018 sieht sich Bayer mit zahlreichen Klagen konfrontiert, die dem Wirkstoff Glyphosat krebserregende Eigenschaften zuschreiben. Diese Rechtsstreitigkeiten haben den Aktienkurs stark belastet.
Analysten sehen die Prüfung durch den Supreme Court als entscheidenden Wendepunkt. Sollte das Gericht zugunsten von Bayer entscheiden, könnten viele Klagen hinfällig werden.
Kepler Cheuvreux betont, dass ein positives Urteil den Risikoabschlag von zehn Milliarden Euro für die Rechtsstreitigkeiten deutlich reduzieren könnte. Dies hätte direkte Auswirkungen auf Bayers Bewertung und Bilanz.
Die aktuelle Kursreaktion wird als Neubewertung eines zentralen Unsicherheitsfaktors gesehen. Die Aktie liegt trotz der Rally noch unter dem Niveau vor der Monsanto-Übernahme.
Eine Entscheidung des Supreme Court wird bis Sommer 2026 erwartet. Bis dahin bleibt die Bayer-Aktie von juristischen Entwicklungen beeinflusst.
Gelingt es Bayer, die Glyphosat-Risiken zu mindern, könnte sich das Risikoprofil des Unternehmens grundlegend ändern. Für Investoren wäre dies ein bedeutender Befreiungsschlag.