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Ardian plant nachhaltiges Wachstum für Heathrow mit Unterstützung für dritte Startbahn

Quelle: eulerpool

Ardian plant langfristiges Wachstum für Heathrow mit Unterstützung für die dritte Startbahn und setzt auf nachhaltige Entwicklung als Basis zukünftiger Investitionen.

Der französische Private-Equity-Riese Ardian, bald größter Anteilseigner des Flughafens Heathrow, unterstützt das Wachstum des größten britischen Flughafens und signalisiert Bereitschaft, eine mögliche dritte Startbahn zu fördern. Der geplante Einstieg von Ardian mit einem 23-Prozent-Anteil, Teil eines Eigentümerwechsels in Höhe von 3,3 Milliarden Pfund, soll bis Ende Dezember abgeschlossen sein.
Mathias Burghardt, Leiter der Infrastruktursparte bei Ardian, betonte gegenüber der Financial Times, dass Wachstum essenziell für Ardian sei. „Wir investieren nicht in Unternehmen oder Infrastrukturen ohne Wachstumsplan“, erklärte Burghardt. Bereits in den kommenden Monaten wird Heathrow-CEO Thomas Woldbye ein neues Expansionsprogramm vorstellen, das zunächst kleinere Maßnahmen zur Steigerung der Passagierzahlen beinhaltet.

Burghardt unterstützte Woldbyes Pläne und zeigte sich offen für den Bau einer dritten Startbahn, sollte es politischen und gesellschaftlichen Konsens geben. „Zunächst muss das Wachstum innerhalb der bestehenden Infrastruktur erfolgen. Danach stellt sich die Frage, wie weiteres Wachstum möglich ist.“ Die letzte Kostenschätzung für eine dritte Startbahn belief sich 2019 auf rund 14 Milliarden Pfund. Burghardt betonte Ardian sei grundsätzlich bereit, Investitionen für große Projekte zu leisten: „Je mehr Capex, desto mehr Wachstum.“
Vor dem Hintergrund der Klimadebatte betonte Burghardt, dass jede Expansionsstrategie von einer glaubwürdigen Reduzierung der Emissionen begleitet sein müsse. „Unternehmen, die sich darauf nicht vorbereiten, werden künftig Probleme haben, was ihr Wachstum einschränken wird.“
Obwohl die regulatorischen Herausforderungen im britischen Wassersektor wie bei Thames Water Sorgen auslösen, bleibt Ardian optimistisch für den Infrastrukturmarkt des Landes. Burghardt hob die Stärke britischer Institutionen hervor und lobte die bestehende Regulierung im Flughafensektor als „insgesamt positiv“.