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Aktienmärkte unter Druck: Strategen warnen vor US-Rezession und empfehlen defensive Strategien

  • Handelskonflikt zwischen USA und China belastet Aktienmärkte, Rezessionsängste wachsen.
  • Strategen empfehlen defensive Umschichtungen, US-Technologiewerte unter Druck.

Der Handelskonflikt zwischen den USA und China belastet die globalen Aktienmärkte. Der MSCI All Country World Index liegt 16 Prozent unter seinem Allzeithoch. Experten wie Thorsten Weinelt von der Commerzbank warnen vor einer möglichen US-Rezession.

Nach den jüngsten Kursverlusten haben führende Indizes wie der S&P 500, der Stoxx Europe 600 und der Dax Bärenmarktniveaus erreicht. Die Jahresgewinne sind verschwunden, und Anleger blicken in einen unsicheren Sommer.

Institutionelle Investoren positionieren sich defensiv. Die LBBW hat die Aktienquote in ihren Portfolios gesenkt und empfiehlt, bis zu 25 Prozent des Kapitals in Cash zu halten. Von riskanten Unternehmensanleihen wird abgeraten.

US-Technologiewerte stehen unter Druck. Tilmann Galler von JP Morgan Asset Management betont den Innovationsdruck aus China. Die „Magnificent Seven“, darunter Apple und Tesla, haben es schwer, Erwartungen zu erfüllen.

Protektionistische Maßnahmen und die abwartende Haltung der US-Notenbank sorgen für Nervosität. Unternehmen verschieben Investitionen, und Konsumenten zögern mit größeren Anschaffungen. Reinhard Pfingsten von der Apobank spricht von einem „toxischen Duo“ aus Zöllen und Unsicherheit.

Anleger mit kurzfristigem Kapitalbedarf sollten sich vom Aktienmarkt fernhalten. Langfristig orientierte Investoren mit einem diversifizierten Portfolio können Marktrückgänge nutzen. Historische Daten zeigen, dass der MSCI All Country World seit Januar 2020 um 47 Prozent gestiegen ist.

Langfristig bleibt der Aktienmarkt robust, doch die kommenden Monate werden von Unsicherheit und Umschichtungen geprägt sein. Solange die USA an ihrem Zollkurs festhalten, ist keine schnelle Erholung zu erwarten.

Quelle: Eulerpool Research Systems