
Michael C. Jakob
Gründer, AlleAktien
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[caption id="attachment_30524" align="aligncenter" width="895"] ▲ Airbnb war der am meisten erwartete Börsengang des Jahres 2020. Obwohl Airbnb im Zentrum der Tourismusbranche ist und von COVID-19 stark getroffen wurde, explodierte die Aktie am Tag des Börsendebuts: Plus 114%. Von 48 USD auf 146 USD pro Aktie. Airbnb wurde ironischerweise exakt inmitten der Finanzkrise 2008 gegründet. Für den Gründer Brian Chesky hat sich das voll ausgezahlt: Denn gerade in einer Krisenzeit achtet man besonders stark auf Kosten. Günstige Immobilien kommen dann wie gerufen. Airbnb und Brian Chesky beeindrucken mich aber mit etwas ganz anderem: Ernsthaftigkeit, einem klaren Weg zur Profitabilität und Flexibilität: Die Corona-Reaktion von Airbnb war hervorragend. In wenigen Wochen haben sie die Webseite neu umgestaltet. Jetzt wird für Dauervermietung geworben (mehrere Monate zur Miete) und Wochenend-Urlaubszimmer in der Nähe. Genau das Richtige, um aus der verstaubten Wohnung rauszukommen. Und weil wir von zuhause arbeiten dürfen, können wir nun auch von jedem beliebigen Ort der Welt aus arbeiten.[/caption]
| Aktienanalyse Airbnb | |
| Hauptsitz | USA |
| ISIN | US0090661010 |
| WKN | A2QG35 |
| Ticker-Symbol | ABNB |
| Sektor | Kommunikation |
| Kurs | 128 Euro |
| Ausstehende Aktien | 602,4 Mio. |
| Marktkapitalisierung | 93 Mrd USD |
| Enterprise Value | 108,8 Mrd. USD |
| Nettoverschuldung | 15,8 Mrd. USD |
| Bruttomarge | 75% |
| EBIT-Marge | -14,8% |
| Gewinnmarge | -26,7% |
| Dividendenrendite | 0% |
| Börsengang am | 9. Dezember 2020 |
| Datum | 28.12.2020 |
Airbnb disruptiert die Hotel- und Übernachtungsbranche. Airbnb vermittelt Nächte zwischen Gastgebern (sog. Hosts) und Gästen. Die disruptive Idee dahinter: Jeder von uns kann Host werden und sein eigenes Ein-Zimmer-Hotel eröffnen — ohne Papierkram, Hotel-Steuern und Regulierungen. Jeder kann einen freistehenden Raum untervermieten und nebenbei Geld verdienen. Airbnb verdient an jeder Übernachtung mit, ohne auch nur eine einzige Immobilie zu besitzen. Damit ist Airbnb wohl der "profitabelste Immobilienkonzern" der Welt.
Der am meisten erwartete Börsengang des Jahres 2020. Airbnb war der am meisten erwartete Börsengang des Jahres. Schon im Januar haben mir viele meiner bester Investorenfreunde erzählt: Egal was es kostet, ich investiere hier einige zehntausend Euro. Das war FOMO-Investieren in Reinform. Der erste Indikator, dass der Aktienpreis nicht durch rationale, nüchterne Aktienanalyse ermittelt ist (Investoren), sondern von "blinder" Angebot und Nachfrage (Spekulation). Investoren kaufen Airbnb einfach nur deshalb, weil sie dabei sein wollen. Der Preis ist egal. Ist jede Aktie um jeden Preis kaufenswert und wann zieht man die Reißleine? Der Frage gehe ich heute am Beispiel Airbnb nach.
Hype oder kaufenswert. Technologieaktien haben seit 2010 bessere Renditen als jede andere Branche. Immer mehr Privatinvestoren und auch Laien sprechen über Softwarekonzerne. Das Ergebnis: Software- und Technologieaktien sind so hoch bewertet wie nie. Die Börsengänge erfahren einen regelrechten FOMO-Hype: Dabei sein um jeden Preis.
COVID-19 Betroffener mit einem flexiblen Muskel. Airbnb wird das Jahr mit einem negativen Umsatzwachstum von -32% verbuchen. Für ein Tourismusunternehmen ist das gar nicht mal schlecht. Lufthansa und TUI liegen beide bei -60% Umsatz 2020, Marriott International bei -50%. Management und professionelle Analysten von Goldman Sachs erwarten ab 2021 wieder 35% Umsatzwachstum pro Jahr. Spätestens 2022 hat sich Airbnb damit komplett erholt. Ab wann Airbnb jetzt kaufenswert ist, das habe ich mir in dieser Kurzanalyse zum Airbnb Börsengang angesehen.
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Airbnb Geschäftsmodell im Detail
Unternehmensgeschichte: Airbnb, das Startup
Mission: Eine Welt erschaffen, in der jeder zugehörig ist
Gründer und CEO: Brian Chesky
Geschäftsmodell im Detail: Übernachtungen und Erfahrungen
Airbnb Bewertung
IPO AlleAktien Qualitätsscore von 4/10
AlleAktien Discounted Cashflow Modell (AADCF)
AlleAktien Future Multiple Valuation (AAFMV)
Investmentstrategie
Airbnb Risiken
Ewigkeitsfaktor: Wie wahrscheinlich ist es, dass es Airbnb 2030 besser geht als heute?
Substanzielles Risiko 1: Bewertungsrisiko
Substanzielles Risiko 2: Corona-Reaktion
Airbnb Fazit
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