Warren Buffetts Rücktritt: Wird Berkshire Hathaway in Bitcoin investieren?
- Warren Buffetts Rücktritt könnte eine strategische Neuausrichtung bei Berkshire Hathaway einleiten.
- Die Frage, ob Berkshire in Bitcoin investieren wird, zeigt den Wandel im Finanzumfeld.
Der Rücktritt von Warren Buffett markiert das Ende einer Ära und möglicherweise den Beginn einer strategischen Neuausrichtung bei Berkshire Hathaway. Über sechs Jahrzehnte hinweg stand Buffett für eine wertorientierte Investmentphilosophie, die Kryptowährungen als spekulativ und ohne inneren Wert betrachtete.
Mit Greg Abel als Nachfolger stellt sich die Frage, ob Berkshire Hathaway künftig in Bitcoin investieren könnte. Buffett hatte Bitcoin stets als unproduktiv und spekulativ abgelehnt, da es keine Cashflows erzeugt und keinen inneren Wert besitzt.
Diese Haltung prägte Berkshires Kapitalallokation. Während andere Investoren in digitale Assets einstiegen, baute Berkshire ein großes Liquiditätspolster auf. Anfang 2026 übernimmt Abel die Führung eines Konzerns mit 382 Milliarden US-Dollar an Cash und kurzfristigen Staatsanleihen.
Schon eine Allokation von einem Prozent dieser Summe könnte Berkshire zu einem der größten institutionellen Bitcoin-Investoren machen. Die makroökonomische Lage erhöht den Druck, neue Anlageklassen zu prüfen, da sinkende Zinsen die Opportunitätskosten ungenutzter Liquidität erhöhen.
Berkshire hat bereits Berührungspunkte mit der Krypto-Welt. Die Beteiligung an der brasilianischen Digitalbank Nu Holdings, die im Kryptogeschäft aktiv ist, war erfolgreich. Seit dem Einstieg 2021 hat sich der Wert der Beteiligung stark erhöht.
Obwohl dies kein direktes Investment in Bitcoin ist, zeigt es, dass Berkshire in Geschäftsmodelle investiert, die von der Blockchain-Ökonomie profitieren. In den letzten drei Jahren hat Berkshire Aktien im Wert von 184 Milliarden US-Dollar verkauft und seine Kriegskasse gefüllt.
Ein Einstieg in Bitcoin würde Buffetts Überzeugung widersprechen und ein starkes Signal an die Finanzmärkte senden, dass Kryptowährungen im globalen Finanzsystem angekommen sind. Ob Abel diesen Schritt wagt, bleibt offen.
Der Rücktritt Buffetts ist mehr als ein Personalwechsel. Er könnte den Übergang von klassischem Value Investing zu einer Phase markieren, in der selbst konservative Kapitalgiganten digitale Knappheit als neue Wertaufbewahrung prüfen müssen.