Friedensgespräche in Abu Dhabi: Hoffnung auf Ende des Ukraine-Krieges
- Direkte Friedensgespräche über den Ukraine-Krieg fanden in Abu Dhabi statt, vermittelt von den USA.
- Die Gespräche konzentrieren sich auf die strukturellen Rahmenbedingungen eines Kriegsendes, nicht nur auf militärische Maßnahmen.
In Abu Dhabi fanden erstmals seit Langem direkte Gespräche über ein mögliches Ende des Ukraine-Krieges statt. Die USA vermittelten, während die Welt zusah. Unklar bleibt, ob es sich um einen taktischen Austausch oder den Beginn eines ernsthaften diplomatischen Prozesses handelt.
Am ersten Verhandlungstag standen nicht technische Waffenstillstandsfragen im Mittelpunkt, sondern grundlegende Parameter zur Beendigung des Krieges. Rustem Umerow, Leiter der ukrainischen Delegation, sprach über die Eckpfeiler eines möglichen Friedensprozesses und die Logik seines Verlaufs.
Erstmals wird über den strukturellen Rahmen eines Kriegsendes gesprochen, nicht nur über humanitäre oder militärische Maßnahmen. Sicherheitsgarantien, territoriale Fragen und die Rolle internationaler Akteure sind zentrale Themen der Gespräche.
Präsident Wolodymyr Selenskyj äußerte sich zurückhaltend, aber klar: „Das Wichtigste ist, dass Russland bereit ist, diesen Krieg zu beenden.“ Er bremste jedoch Erwartungen und betonte, dass es noch zu früh sei, Schlüsse zu ziehen.
Die USA vermitteln maßgeblich die Gespräche und positionieren sich als zentraler Taktgeber einer möglichen politischen Lösung. Abu Dhabi als neutraler Boden mit guten Kanälen nach Moskau und in den Westen wurde bewusst gewählt.
Der erste Gesprächstag endete ohne konkrete Ergebnisse. Die Gespräche sollen am Samstag fortgesetzt werden. Ob es sich um einen Wendepunkt oder eine diplomatische Zwischenstation handelt, bleibt offen. Ein belastbarer Verhandlungsprozess wäre von historischer Bedeutung für Finanzmärkte, Energiepolitik und geopolitische Stabilität Europas.