US-Zölle belasten globale Lieferketten und bedrohen deutsche Wirtschaft
- Neue US-Zölle auf chinesische Waren belasten deutsche Unternehmen und globale Lieferketten.
- Die EU plant Gegenzölle, um die USA zu Verhandlungen zu bewegen, während Südkorea und China ebenfalls betroffen sind.
Seit Mittwoch gelten neue US-Sonderzölle auf chinesische Waren. Deutsche Unternehmen stehen vor Unsicherheiten. Dirk Jandura vom BGA warnt vor Marktverzerrungen und gestörten Lieferketten. Mittelfristig werden die Auswirkungen der US-Zollpolitik spürbar sein.
Die EU plant Gegenzölle, um die USA zurück an den Verhandlungstisch zu bringen. Erste Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte sind aktiv. Bernd Lange warnt vor einer Eskalation, die der europäischen Wirtschaft schaden könnte.
Südkorea spürt ebenfalls den Druck der US-Zölle. 2024 machten Autoexporte in die USA 34,7 Milliarden Dollar aus. Ein 25-prozentiger Aufschlag könnte die Branche hart treffen. Seoul reagiert mit Steuersenkungen und neuen Exportstrategien.
Der Handelskonflikt zwischen Washington und Peking spitzt sich zu. China ignorierte Trumps Ultimatum und rief die WTO an. Die USA unterminieren das multilaterale Handelssystem. Ein klärendes Verfahren könnte an der Blockade Washingtons scheitern.
Hinter den Zöllen steckt mehr als Handelspolitik. Bernd Lange vermutet, dass die USA europäische Standards im Digital- und Agrarsektor angreifen. Ziel ist wirtschaftlicher Druck und politischer Einfluss auf die EU-Regulierungshoheit.
Jandura warnt vor anhaltender Warenknappheit und aggressiver Preisunterbietung durch Chinas Überproduktion. Was als taktisches Zollinstrument beginnt, könnte zur strukturellen Belastung für Deutschlands Exportwirtschaft werden.