US-Autopreise auf Rekordniveau: Importzölle belasten Verbraucher
- Importzölle treiben US-Autopreise auf Rekordniveau, günstige Modelle verschwinden.
- 96% der Zolllast tragen US-Verbraucher, Neuwagen werden zum Luxusprodukt.
Die neue Handelspolitik der USA führt zu steigenden Autopreisen. Importzölle auf Fahrzeuge und Autoteile treiben die Kosten in die Höhe, was günstige Modelle vom Markt verschwinden lässt.
In Europa sind Neuwagen für 20.000 Euro erhältlich, während in den USA kein Neufahrzeug mehr unter 20.000 Dollar zu finden ist. Der durchschnittliche Neuwagenpreis erreichte im Dezember 2025 ein Allzeithoch von über 50.000 Dollar.
Die Trump-Regierung hat im April Importzölle von 25 Prozent auf ausländische Fahrzeuge und Autoteile eingeführt. Diese Maßnahme belastet die US-Autoindustrie 2025 mit zusätzlichen 108 Milliarden Dollar.
Hersteller wie General Motors, Ford und Chrysler tragen fast 5.000 Dollar Mehrkosten pro Fahrzeug. Bei komplett importierten Autos steigen die Kosten um durchschnittlich 8.600 Dollar.
Diese Kosten werden an die Käufer weitergegeben. Günstige Kleinwagen mit niedrigen Margen lohnen sich nicht mehr und werden aus dem Programm gestrichen.
Der Nissan Versa, einst für 12.500 Dollar angeboten, wurde im Dezember eingestellt. Der US-Neuwagenmarkt entwickelt sich zu einem Markt für Wohlhabende.
Auch europäische Premiumfahrzeuge könnten teurer werden. Trumps Drohungen, weitere Strafzölle zu verhängen, könnten die Preise von BMW, Mercedes, Audi und Porsche in den USA weiter erhöhen.
Studien zeigen, dass Exporteure die Zölle kaum selbst tragen. Rund 96 Prozent der Zolllast landen bei US-Unternehmen und Verbrauchern.
Die Zölle wirken wie eine Konsumsteuer, verteuern Produkte, verringern die Auswahl und senken das Handelsvolumen. Langfristig sinken die Margen für US-Unternehmen, während die Preise für Konsumenten steigen.
Für amerikanische Autokäufer ist ein Neuwagen kein Alltagsgut mehr, sondern ein Luxusprodukt. Trumps Handelspolitik trifft die eigene Bevölkerung, die sie eigentlich schützen sollte.