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Netflix erreicht Nutzerrekord, doch Übernahme von Warner Bros. Discovery sorgt für Unsicherheit

  • Netflix erreicht über 325 Millionen zahlende Kunden und verzeichnet starkes Gewinnwachstum.
  • Die geplante Übernahme von Warner Bros. Discovery sorgt für Unsicherheit und Kursverluste.

Netflix hat erstmals über 325 Millionen zahlende Kunden, ein Anstieg von 23 Millionen seit Ende 2024. Der Umsatz stieg um 17,6% auf 12 Milliarden US-Dollar, der Nettogewinn um 29% auf 2,4 Milliarden US-Dollar.

Die Börse reagierte negativ auf den Ausblick für das laufende Quartal: 12,1 Milliarden US-Dollar Umsatz und 0,76 Dollar Gewinn je Aktie, weniger als erwartet. Die Aktie fiel nachbörslich um 5%.

Netflix setzt Aktienrückkäufe aus, um sich auf die Übernahme von Warner Bros. Discovery zu konzentrieren. Der Deal beläuft sich auf 83 Milliarden US-Dollar in bar, während ein konkurrierendes Angebot von Paramount/Skydance über 100 Milliarden US-Dollar liegt.

Warner bevorzugt Netflix trotz des höheren Angebots von Paramount, da Zweifel an der Finanzierungsstruktur bestehen. Ein US-Gericht wies einen Eilantrag von Paramount ab, der Transparenz forderte.

Analysten sehen in der Übernahme den größten Umbruch der Streamingindustrie seit der Gründung von Netflix. Warner bringt ein einzigartiges Portfolio ein, darunter Warner-Studios, HBO und globale Marken wie Harry Potter.

Forrester-Analyst Mike Proulx bezeichnet den Deal als „Mega-Deal“, der Netflix strategisch auf eine neue Stufe heben würde, mit stärkerer Position im Kinogeschäft, Premium-TV und Werbung.

Seit Bekanntwerden der Übernahmepläne hat die Netflix-Aktie 30% an Wert verloren. Investoren sind unsicher, ob sich der Warner-Deal strategisch und finanziell rechnet.

Netflix steht an einem Wendepunkt: Operativ stärker denn je, aber strategisch vor der größten Wette seiner Geschichte.

Quelle: Eulerpool Research Systems