Union und SPD planen umfassende finanzielle Entlastungen und Belastungen für Haushalte
- Union und SPD planen Entlastungen bei Stromkosten und Elterngeld.
- Steueränderungen und Pflichtversicherungen könnten finanzielle Belastungen bringen.
Union und SPD verhandeln über milliardenschwere Entlastungen und Belastungen, die Haushalte direkt betreffen. Eine vierköpfige Familie könnte bis zu 500 Euro jährlich bei Stromkosten sparen, wenn der Plan umgesetzt wird.
Die Stromsteuer soll auf das europäische Mindestmaß gesenkt werden, und auch Netzentgelte und Umlagen sollen sinken. Das Entlastungsvolumen wird auf rund 18 Milliarden Euro geschätzt.
Gleichzeitig wird eine Pflichtversicherung gegen Elementarschäden für Hausbesitzer eingeführt, was zu höheren Prämien führen könnte. Eine Abwahloption steht im Raum, könnte aber im Schadensfall teuer werden.
Junge Familien könnten von höheren Elterngeldbeträgen profitieren. Eine Anhebung der Einkommensgrenze für den Elterngeldanspruch auf 300.000 Euro wird diskutiert. Beim Kindergeld plant die Union eine Staffelung ab dem dritten Kind.
Steueränderungen sind ebenfalls geplant. Die SPD möchte den Grundfreibetrag erhöhen und den Spitzensteuersatz anheben, während die Union Steuererhöhungen ablehnt. Singles mit 3000 Euro Brutto könnten nach SPD-Modell jährlich 192 Euro sparen.
In der Rentenpolitik will die SPD das Rentenniveau stabil halten, während die Union längere Beitragsjahre fordert. Der Beitragssatz könnte bis 2040 auf 22,9 Prozent steigen.
Studierende könnten von einer Erhöhung der Wohnpauschale und reformierten Studienkrediten profitieren. Die Wohnpauschale könnte auf 440 Euro steigen, und die Freibeträge der Eltern sollen dynamisiert werden.
Überstunden und freiwillige Mehrarbeit sollen steuerfrei gestellt werden. Wer über das Rentenalter hinaus arbeitet, könnte bis zu 2000 Euro monatlich steuerfrei hinzuverdienen.
Die Mietpreisbremse soll bis Ende 2027 verlängert werden, um stabile Mieten zu gewährleisten. Steuerliche Anreize für Wohneigentum und Neubau werden geprüft.
Das Deutschlandticket bleibt bis 2027 stabil bei 58 Euro, könnte danach aber teurer werden. Flugtickets könnten günstiger werden, wenn die Luftverkehrsteuer-Erhöhung zurückgenommen wird.