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Trumps Zölle: US-Märkte in der tiefsten Krise seit 2020

  • US-Märkte in der schwersten Krise seit 2020 durch Trumps Zölle.
  • Chinas Reaktion verschärft den Handelskonflikt und belastet die Weltwirtschaft.

Die US-Märkte erleben die schwerste Krise seit 2020. Der S&P 500 verlor in zwei Tagen über zehn Prozent, die Nasdaq mehr als elf Prozent. Grund ist die Ankündigung der US-Regierung, alle Importe mit einem Basiszoll von zehn Prozent zu belegen.

Für europäische Waren gilt ein Satz von 20 Prozent, für chinesische Exporte sogar 34 Prozent. Chinas Reaktion folgte prompt mit Spiegelzöllen und Exportkontrollen für Seltene Erden. Der Handelskonflikt belastet die Weltwirtschaft systemisch.

Innerhalb weniger Tage wurden an US-Börsen über vier Billionen Dollar an Marktwert vernichtet. Besonders Tech-Aktien sind betroffen: Die Verluste im Nasdaq summieren sich seit Februar auf rund 22 Prozent. Auch der DAX fiel am Freitag um fünf Prozent.

Der CBOE Volatility Index (Vix) stieg um mehr als 50 Prozent auf über 45 Punkte. Die Zahl der pessimistischen US-Privatanleger erreichte 62 Prozent, den höchsten Stand seit der Finanzkrise 2009.

Ökonomen von JP Morgan schätzen die Wahrscheinlichkeit einer US-Rezession auf 60 Prozent, bei HSBC liegt sie bei 40 Prozent. Die Zölle bringen eine Unsicherheit zurück, die seit Jahren nicht mehr erlebt wurde.

Einige Experten sehen in der extremen Verunsicherung einen Wendepunkt. Jay Woods von Freedom Capital verweist auf das noch nicht überverkaufte Niveau des S&P 500. Ein Ausverkauf könnte bald für einen Boden sorgen.

Ob dies ein Hoffnungsschimmer oder nur eine Atempause im Abwärtstrend ist, bleibt offen. Der Handelskonflikt hat die Märkte fest im Griff und führt zu einer neuen Phase globaler Instabilität.

Quelle: Eulerpool Research Systems