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Südzucker kämpft mit fallenden Zuckerpreisen und schwachen Absatzzahlen

Quelle: eulerpool

Fallende Zuckerpreise und schwächere Absatzmengen haben Südzucker in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025/26 deutlich zugesetzt. Umsatz und Ergebnis sind eingebrochen, die Kern­sparte schreibt tiefrote Zahlen. Der Konzern hält dennoch an seiner Jahresprognose fest – und setzt auf eine überdurchschnittliche Rübenernte als Stabilisator.

In den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres sank das operative Ergebnis von 236 Millionen Euro im Vorjahr auf nur noch 95 Millionen Euro. Der Umsatz ging um mehr als eine Milliarde Euro auf 6,36 Milliarden Euro zurück. Damit spiegelt die Bilanz die abrupte Wende am Zuckermarkt wider: Nach den hohen Preisen der Vorjahre hat ein Überangebot die Notierungen unter Druck gesetzt.

Hauptverantwortlich für den Ergebniseinbruch ist die Zuckersparte. Deutlich niedrigere Preise und geringere Absatzmengen führten hier zu einem operativen Verlust von 136 Millionen Euro. Der Margendruck zeigt, wie stark Südzucker von der Volatilität der globalen Agrarrohstoffmärkte abhängt. Während in Hochpreisphasen erhebliche Gewinne möglich sind, schlagen Preisrückgänge unmittelbar auf das Ergebnis durch.

Auch jenseits des Kerngeschäfts zeigte sich ein schwieriges Umfeld. Die Segmente Spezialitäten, Stärke sowie die Bioethanol-Tochter CropEnergies verzeichneten ebenfalls Ergebnisrückgänge. Einziger Lichtblick war die Frucht-Sparte, die dank höherer Verkaufspreise ihr operatives Ergebnis steigern konnte und damit einen Teil der Verluste in anderen Bereichen abfederte.

Trotz der schwachen Zahlen bleibt der Vorstand bei seiner Prognose für das Gesamtjahr bis Ende Februar 2026. Erwartet wird weiterhin ein operatives Ergebnis zwischen 100 und 200 Millionen Euro bei einem Umsatz von 8,3 bis 8,7 Milliarden Euro. Rückenwind soll vor allem die aktuelle Rübenernte liefern: Die Verarbeitung laufe in den meisten Regionen reibungslos, die Erträge lägen über dem Durchschnitt.

Die Entwicklung unterstreicht die strukturelle Herausforderung für Südzucker: Das Geschäftsmodell ist stark von globalen Preiszyklen abhängig, während Kosten und Investitionen langfristig anfallen. Kurzfristig könnte eine gute Ernte die Volumina stabilisieren. Ob sich jedoch auch die Margen erholen, hängt entscheidend davon ab, ob sich der Zuckerpreis auf den Weltmärkten wieder festigt – oder ob der Konzern weiter durch eine Phase niedriger Notierungen navigieren muss.