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Sicherheitsrisiken bei vernetzten Elektroautos: Deutsche Behörden warnen vor chinesischen E-Fahrzeugen

  • Deutsche Sicherheitsbehörden warnen vor Risiken durch vernetzte Elektroautos, insbesondere aus China.
  • Politiker fordern Nutzungseinschränkungen und mehr technologische Souveränität in Europa.

Vernetzte Elektroautos stehen im Fokus der deutschen Sicherheitsbehörden. Das Bundesamt für Verfassungsschutz sieht in ihnen ein wachsendes sicherheitspolitisches Risiko, insbesondere bei Fahrzeugen aus China.

Moderne Elektroautos sind mit WLAN, Mobilfunkmodulen und Sensoren ausgestattet. Diese Technologien bieten potenzielle Angriffsflächen für unerlaubte Zugriffe und das Abgreifen sensibler Daten.

Ein erfolgreicher Angriff könnte im Extremfall die Kontrolle über das Fahrzeug ermöglichen. Dies betrifft nicht nur wirtschaftliche Schäden, sondern auch die physische Sicherheit.

Besonders besorgniserregend ist die Datenverarbeitung. Hersteller könnten verpflichtet sein, gesammelte Daten an staatliche Stellen weiterzugeben, insbesondere in Ländern wie China.

Fahrzeugdaten könnten zur Schulung von KI-Systemen oder in Verbindung mit Gesichtserkennungssoftware genutzt werden. Die enge Verzahnung von Industrie und Staat in China und Russland stellt ein strukturelles Risiko dar.

Politiker wie Johannes Schätzl von der SPD fordern Nutzungseinschränkungen für sensible Bereiche wie Polizei und Bundeswehr. Bei gravierenden Vorfällen könnte ein Zulassungsverbot für bestimmte Hersteller notwendig werden.

Der Verfassungsschutz betont, dass derzeit keine konkreten Erkenntnisse über chinesische Spionage vorliegen. Dennoch ist Wachsamkeit aufgrund der geopolitischen Lage geboten.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik weist darauf hin, dass fast alle modernen Fahrzeuge Daten aufzeichnen und an Hersteller-Server übertragen können. Für Verbraucher bleibt oft unklar, welche Daten fließen und wie sie genutzt werden.

Isabel Cademartori von der SPD fordert mehr technologische Souveränität in Europa und eine verstärkte Fokussierung auf heimische Anbieter bei der Fahrzeugbeschaffung.

Das EU-Typgenehmigungsrecht verpflichtet Hersteller, Fahrzeuge gegen Cyberangriffe zu schützen. Doch die Kontrolle endet, wenn Daten europäische Rechtsräume verlassen.

Der Verfassungsschutz warnt, dass ähnliche Risiken auch bei anderen IoT-Geräten bestehen. Staatliche Cyberakteure nutzen vernetzte Geräte für Angriffe.

Die Warnung markiert einen Wendepunkt: Elektromobilität ist Teil geopolitischer Machtprojektionen. Datenbesitz bedeutet Einfluss.

Europa muss sich fragen, wie offen ein Markt sein darf, wenn technologische Offenheit zur Verwundbarkeit führt. Diese Frage wird die Industriepolitik der kommenden Jahre prägen.

Quelle: Eulerpool Research Systems