Skip to content

KI-Update von Anthropic erschüttert Börsen: Milliardenverluste für Datenanalyse- und Softwareunternehmen

  • Anthropic's neues KI-Update führt zu massiven Wertverlusten bei Datenanalyse- und Softwareunternehmen.
  • Investoren befürchten, dass KI-Tools wissensintensive Geschäftsmodelle angreifen, die bisher als Profiteure der KI-Ära galten.

Ein neues KI-Update von Anthropic hat zu einem massiven Wertverlust bei Datenanalyse-, Software- und Werbeunternehmen in den USA und Europa geführt. Investoren befürchten, dass KI-Tools nun wissensintensive Geschäftsmodelle angreifen, die bisher als Profiteure der KI-Ära galten.

Am Freitag stellte Anthropic neue Plug-ins vor, die juristische Recherchen, Vertriebsanalysen, Marketingauswertungen und Datenaufbereitung automatisieren können. Diese Entwicklungen zielen direkt auf Segmente ab, in denen klassische Anbieter bisher hohe Margen erwirtschafteten.

Besonders hart traf es Thomson Reuters, deren Aktie um fast 18 Prozent einbrach – der stärkste Tagesverlust in der Unternehmensgeschichte. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf rund 33 Prozent.

Europäische Anbieter stehen ebenfalls unter Druck. Analysten sprechen von einer „aggressiven Neubewertung“, da die bisherige „Visibilitätsprämie“ für stabile, planbare Einnahmen erodiere.

Viele Unternehmen basieren auf dem Modell „Preis pro Nutzer“ oder „Preis pro Datenzugang“. Wenn KI-Tools mit weniger Personal mehr Output generieren, sinkt die Zahlungsbereitschaft für klassische Lizenzmodelle.

Der Markt reagiert schnell und stellt später Fragen. Die Geschwindigkeit der KI-Entwicklung macht langfristige Bewertungsmodelle zunehmend unsicher.

Auch Werbekonzerne litten unter der KI-Angst. Die Befürchtung: KI automatisiert kreative und datengetriebene Prozesse, die bisher Agenturen und Plattformen vorbehalten waren.

Der Abverkauf beschränkte sich nicht auf Spezialanbieter. Auch große US-Technologiewerte schlossen schwächer, der Nasdaq verlor 1,43 Prozent.

Der Kurssturz könnte mehr als eine kurzfristige Reaktion sein. Er offenbart einen fundamentalen Perspektivwechsel: KI ist nicht nur ein Produktivitätswerkzeug für etablierte Softwareanbieter, sondern wird selbst zum direkten Wettbewerber.

Unternehmen, deren Geschäftsmodell auf Informationsasymmetrie oder arbeitsintensiver Analyse basiert, geraten besonders unter Druck. Die zentrale Frage lautet nun: Wer integriert KI erfolgreich in sein eigenes Angebot – und wer wird durch sie substituiert?

Quelle: Eulerpool Research Systems