Northvolt: Insolvenz und Teilfortführung in Schweden – Investoren drohen Milliardenverluste
- Northvolt wird nach Insolvenz nur teilweise in Schweden fortgeführt.
- Investoren drohen Milliardenverluste durch Abschreibungen.
Northvolt AB, einst Europas Hoffnung im Batteriegeschäft, wird nach der Insolvenz nur teilweise fortgeführt. Der schwedische Insolvenzverwalter Mikael Kubu bestätigte, dass der Betrieb mit 1.700 Mitarbeitenden in Schweden vorerst bestehen bleibt. Rund 5.300 Beschäftigte werden entlassen.
Das Unternehmen wurde im Frühjahr zahlungsunfähig, da trotz Gläubigerschutz in den USA keine tragfähige Finanzierungslösung gefunden wurde. Maschinen, Anlagen und Patente stehen nun zum Verkauf. Eine Grundsatzvereinbarung mit Gläubigern über finanzielle Garantien für den Notbetrieb wurde getroffen.
Seit der Gründung 2016 flossen etwa 10 Milliarden US-Dollar in Northvolt. Operative Fehlentscheidungen und Projektverzögerungen führten dazu, dass das Geschäftsmodell nie stabil wurde. Investoren, darunter europäische Großbanken, müssen mit erheblichen Abschreibungen rechnen.
Die Teilfortführung in Schweden ist strategisch wichtig für Gläubiger. Nur durch die Fortsetzung des Betriebs kann der Unternehmenswert teilweise erhalten werden, sei es für einen potenziellen Käufer oder eine spätere Restrukturierung. Der Glanz von Europas Batteriehoffnung ist jedoch verblasst.