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Fusion von Union Pacific und Norfolk Southern: Regulierungsbehörde stoppt 85-Milliarden-Dollar-Deal vorerst

  • Die Fusion von Union Pacific und Norfolk Southern im Wert von 85 Milliarden Dollar stockt aufgrund unvollständiger Antragsunterlagen.
  • Die Regulierungsbehörde STB fordert detaillierte Analysen zur Marktstellung und Wettbewerbsvorteilen des fusionierten Unternehmens.

Der geplante Zusammenschluss der US-Eisenbahnriesen Union Pacific und Norfolk Southern im Wert von 85 Milliarden Dollar stockt. Die Regulierungsbehörde Surface Transportation Board (STB) hat den Fusionsantrag als unvollständig zurückgewiesen.

Die STB bemängelte fehlende Analysen zur künftigen Marktstellung des fusionierten Unternehmens. Prognosen zu Wettbewerb, Preisgestaltung und Netzkonzentration wurden nicht ausreichend dargelegt.

Seit 2001 müssen Fusionen den Wettbewerb aktiv stärken und Vorteile für die Allgemeinheit bringen. Diese Nachweise fehlen laut STB im aktuellen Antrag.

Der Zusammenschluss wäre der erste große Eisenbahndeal unter den verschärften Fusionsregeln und gilt als Präzedenzfall für die Branche.

Einwände von Wettbewerbern wie Canadian National betonen fehlende Transparenz bei Streckenüberlappungen und Engpässen.

Politisch ist der Deal brisant. Präsident Trump unterstützt die Fusion, während sie unter der Biden-Administration als kaum genehmigungsfähig gegolten hätte.

Die STB-Entscheidung ist kein inhaltlicher Vorentscheid. Der Antrag wurde „ohne Vorurteil“ zurückgewiesen, was eine Überarbeitung ermöglicht.

Union Pacific und Norfolk Southern argumentieren, ein integriertes Schienennetz würde Zuverlässigkeit erhöhen, Emissionen senken und Arbeitsplätze sichern.

Ob diese Versprechen den Anforderungen der Wettbewerbsbehörde genügen, bleibt offen. Die Unternehmen müssen detailliert darlegen, wie der Zusammenschluss den Wettbewerb verbessert.

Die Fusion ist nicht vom Tisch, beginnt jedoch mit einer regulatorischen Hürde, die die hohen Anforderungen im US-Schienenverkehr zeigt.

Quelle: Eulerpool Research Systems