Steigende Temperaturen weltweit treiben die Nachfrage nach leichter Kleidung und stützen Fast Retailings Prognose auf Rekordgewinn.
Fast Retailing, Mutterkonzern der Modemarke Uniqlo, profitiert von einem weltweiten Wandel im Bekleidungsverhalten: Kunden greifen zunehmend zu leichten, UV-abweisenden Lagen und Funktionsmaterialien, um sich gegen extreme Hitze zu wappnen. Der Trend zeigt sich in allen Kernmärkten – mit Ausnahme Chinas – und trug zu einem Umsatzanstieg von 7,7 % im dritten Quartal bei, auf ¥826 Mrd. (rund $5,6 Mrd.). Der Nettogewinn lag bei ¥105,5 Mrd., ein Rückgang von 9,7 % gegenüber dem Vorjahr, bleibt jedoch im Rahmen der Gesamtjahresprognose von ¥410 Mrd.
Besonders gefragt waren Produkte aus der AIRism-Linie, leichte Outerwear sowie UV-schützende Basics – Artikel, die ganzjährig angeboten werden und auf die Fast Retailing nun stärker setzt. „Der Trend zu Layering ist mittlerweile global“, sagte Finanzchef Takeshi Okazaki und verwies auf veränderte Tragegewohnheiten in Europa und Asien, wo sich Konsumenten zunehmend an wechselhafte Wetterlagen anpassen.
Der einzige größere Markt mit negativer Entwicklung war China: Dort brach der Umsatz um 5 % ein, belastet durch schwache Konsumstimmung. Fast Retailing setzt dort auf ein „scrap and build“-Modell, bei dem unrentable Filialen geschlossen und größere Standorte in Premiumlagen eröffnet werden.
Gleichzeitig verstärkt das Unternehmen seine Expansion in den USA – trotz eines erwarteten Profitrückgangs von bis zu 3 % durch neue Zölle ab August. Die Margen sollen durch selektive Preisanpassungen stabilisiert werden. Langfristig sieht Fast Retailing die Klimaverschiebung als strukturelle Chance, das Sortiment stärker auf transsaisonale Produkte auszurichten.



