Die Amazon-Aktie bleibt trotz bevorstehender Quartalszahlen und einer Abmahnung stabil und wird von Analysten mit optimistischen Kurszielen unterstützt.
Die Amazon-Aktie zeigt sich trotz bevorstehender Quartalszahlen und einer jüngsten Abmahnung weiterhin stabil. Mit einem Kurs von rund 187 US-Dollar schloss das Papier am Montag trotz eines leichten Rückgangs von 0,68 Prozent nahezu unverändert. Seit Jahresbeginn verzeichnet die Aktie jedoch ein beeindruckendes Plus von über 23 Prozent, was das Vertrauen der Investoren in das E-Commerce-Riesenunternehmen unterstreicht.
Analysten von JPMorgan bewerten die Aktie weiterhin mit „Overweight“ und setzen ein Kursziel von 230 US-Dollar, was einem Anstieg von etwa 22,64 Prozent entspricht. Douglas Anmuth, Analyst bei der Investmentbank, äußerte sich optimistisch hinsichtlich der anstehenden Quartalszahlen. Für das dritte Quartal erwarten die Experten einen Gewinn von 1,14 US-Dollar pro Aktie, was einem Anstieg von über 34 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht. Zudem prognostizieren sie für das Gesamtgeschäftsjahr 2024 einen Gewinn pro Aktie von 4,85 US-Dollar – ein Wachstum von 70,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Die solide Marktleistung im wachsenden E-Commerce-Segment, die Investitionen in generative Künstliche Intelligenz (KI) sowie der Ausbau von Prime-Diensten tragen maßgeblich zu dieser positiven Einschätzung bei. Laut Barchart.com wird auch der Fokus auf kleine und mittlere Unternehmen als starker Wachstumstreiber bewertet.
Pivotal Research sieht Amazon ebenfalls mit einem „Buy“-Rating und einem Kursziel von 260 US-Dollar optimistisch, was einem Anstieg von fast 39 Prozent entspricht. Die Analysten betonen die Wettbewerbsvorteile des Unternehmens in seinen Kernbereichen und erwarten ein schnelles Wachstum, insbesondere im Werbegeschäft, sowie erhebliche Steigerungen der operativen Margen.
Trotz dieser positiven Aussichten belastet eine Abmahnung der Verbraucherzentrale die Aktie nur geringfügig. Die Abmahnung betrifft die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) und die Verwendung von „Statt-Preisen“. Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg fordert, dass Onlinehändler den günstigsten Preis der letzten 30 Tage angeben müssen, statt vorheriger Preise oder UVPs. Zusätzlich sieht sich Amazon mit einer Sammelklage in den USA konfrontiert, die angeblich gefälschte Rabatte auf Produktseiten betreffen soll.
Die aktuellen Herausforderungen spiegeln sich in einem leichten Rückgang der Aktie wider, die im Handelsverlauf teilweise um 0,29 Prozent auf 187,00 US-Dollar gefallen ist. Dennoch bleibt die allgemeine Stimmung bei den Investoren positiv, wie die durchschnittlichen Kursziele von TipRanks mit 224,38 US-Dollar zeigen. Von insgesamt 47 bewertenden Analysten empfehlen 45 die Aktie zum Kauf, während zwei zum Halten raten.




