
Veeva Systems Aktienanalyse: das bessere Salesforce im Gesundheitssektor?
Der Gesundheitssektor ist stark reguliert. Gesundheit ist ein kostbares Gut und die Menschheit wird immer älter. Deshalb wächst die Gesundheitsbranche kontinuierlich mit attraktivem Tempo. Der einzige Nachteil der Branche sind die komplexen Zulassungsverfahren für Behandlungen. Um die Menschen zu schützen, müssen Medikamente jahrelange, teure Studien überstehen, bis das Medikament auf den Markt kommt.
Veeva Systems Aktie und Aktienanalyse
- Hauptsitz
- Pleasanton (Kalifornien), USA
- Kurs
- 189 USD, 176 EUR
- Ausstehende Aktien
- 162 Mio.
- Marktkapitalisierung
- 29,1 Mrd. USD
- Enterprise Value
- 26,8 Mrd. USD
- Nettoliquidität 2021
- 2,3 Mrd. USD
- Bruttomarge
- 72,8 %
- EBIT-Marge
- 27,3 %
- Gewinnmarge
- 23,1 %
- Free Cash Flow-Rendite
- 2,6 %
- Dividendenrendite
- 0,0 %
- Datum
- 17.06.2022
Veeva Systems Aktienanalyse
Der Gesundheitssektor ist stark reguliert. Gesundheit ist ein kostbares Gut und die Menschheit wird immer älter. Deshalb wächst die Gesundheitsbranche kontinuierlich mit attraktivem Tempo. Der einzige Nachteil der Branche sind die komplexen Zulassungsverfahren für Behandlungen. Um die Menschen zu schützen, müssen Medikamente jahrelange, teure Studien überstehen, bis das Medikament auf den Markt kommt.
B2B-Software hilft Unternehmen, effizienter zu werden. Mit B2B-Software können viele Unternehmen ihre Prozesse vereinfachen und automatisieren. Es gibt viele klassische B2B-Softwarefirmen wie Microsoft oder Salesforce, die Standardlösungen anbieten. In der Gesundheitsbranche hat sich ein Nischenmarkt gebildet, denn hier gibt es Softwarelösungen, die auf die speziellen Anforderungen der Regulatorik eingehen.
Veeva ist ein aufstrebendes Startup für Gesundheitssoftware. Veeva ist ein Unternehmen, das auf Gesundheitssoftware spezialisiert ist. Veeva bietet eine Cloud-Plattform im Abo-Modell an, die besonders Pharma-Firmen bei ihrem täglichen Geschäft unterstützt. Dank Veeva können die komplexen klinischen Studien vereinfacht werden.
Veeva weitet sein Geschäft aus. Die Veeva-Plattform ist mittlerweile auch in anderen Branchen angekommen. Konsumgüterhersteller und Chemieunternehmen bekommen eigene Funktionen und Veeva wächst aus seiner Nische heraus. Erfahre jetzt in dieser Aktienanalyse, wie es um die Zukunftsaussichten von Veeva steht und ob die Aktie günstig bewertet ist.
1Geschäftsmodell von Veeva Systems
1.1Unternehmensgeschichte: Ein Software-Experte findet eine spannende Nische
- 2007Ein Salesforce-Mitarbeiter sieht die Chance für ein Nischenprodukt. Peter Gassner war Senior Vice President für Technologie bei dem IT-Unternehmen Salesforce in einem relativ frühen Stadium. Als Teil von Salesforce sah er die Gelegenheit, das Angebot weiterzuentwickeln und für die Life Sciences-Branche zu optimieren. Deshalb gründete er 2007 Veeva mit seinen Kollegen Mitch Wallace, Doug Ostler und Matt Wallach.
- 2013Gefragter Börsengang. Bereits 6 Jahre später konnte Veeva beweisen, dass sie bereit für einen Börsengang sind. Veevas Produkt war gefragt und profitabel. Deshalb ging Veeva an die Börse. Der Ausgabepreis lag bei 20 US-Dollar je Aktie. Die Nachfrage war allerdings so hoch, dass Veevas Aktie direkt 80 % höher gehandelt wurde zu 36,17 US-Dollar. Damit wurde der Börsengang zum vollen Erfolg.
- HeuteGemeinnützige Gesellschaft mit führender Stellung. Veeva hat sich seit dem Börsengang prächtig weiterentwickelt. Aus dem kleinen Startup wurde ein bedeutender Player in der Life Sciences-Branche. Heute steht die Aktie bei 189 US-Dollar und war zwischenzeitlich ein Tenbagger für Investoren der ersten Stunde. Außerdem hat Veeva seine Gesellschaftsform zu einer sogenannten public-benefit corporation (Deutsch: gemeinnützige Gesellschaft) geändert. Damit ist Veeva die einzige börsennotierte Firma, die solch einen Wechsel vollzogen hat und sich für öffentliche Interessen einsetzt.
1.2Mission: Die Cloud für die Life-Sciences-Branche
Veeva Industries - Thought Leaders in the Cloud
Veevas Slogan kann man mit „Vordenker in der Cloud“ übersetzen. Veeva versteht sich als ein Unternehmen mit Vorzeigecharakter, das Vorbild für eine ganze Branche ist. Veevas Software ist dazu da, um Fortschritt für den Kunden zu bringen. Sie haben sich auf gewisse Nischenmärkte spezialisiert und setzen dabei auf zukunftsführende Technologie im Cloud-Bereich. Der Fokus liegt hierbei auf der Einhaltung von hohen gesetzlichen Standards, wie es in vielen Branchen der Fall ist. Dazu hat Veeva seine Software optimiert, damit diese Branchen ein auf sie abgestimmtes Angebot erhalten.
Neben dieser Philosophie ist es Veevas Ziel, die Welt ein wenig besser zu machen. Deshalb haben sie die Rechtsform einer gemeinnützigen Gesellschaft gewählt, um die Interessen der Gründer, Aktionäre, Mitarbeiter, Kunden und Branche in einem Unternehmen zu vereinen.

1.3Management: Der Gründer ist als CEO an Bord

Peter Gassner ist der Gründer und CEO von Veeva Systems.
Er hat bis 1989 an der Oregon State University Informatik studiert und begann seine Karriere anschließend bei IBM als Entwickler für Datenbanken. Danach wechselte er zu der Enterprise-Anwendung PeopleSoft, die heute ein Teil von Oracle ist. Dort begann er als Entwickler und durch seine Erfolge arbeitete er sich zum Vice President und General Manager mit Personalverantwortung für ungefähr 500 Mitarbeiter hoch. Bis er sich wieder einer Herausforderung stellte: Er wechselte 2003 zu Salesforce, um aus einem kleinen Startup eine relevante Software-Firma für große Unternehmen zu machen.
Nach dieser Phase machte er sich selbstständig und begann erst als Consultant und gründete anschließend mit einigen seiner Kollegen Veeva Systems, um die Stärken von Salesforce explizit für die stark regulierte Life Sciences-Branche aufzubauen. Peter Gassner hat mit Veeva eine bekannte Branchengröße aufgebaut und ist der größte Aktionär bei Veeva mit 12,7 % der Anteile und 51,5 % der Stimmrechte. Er ist dank Veeva ein Milliardär geworden und steht weiterhin für sein Unternehmen ein.
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