KLA Aktienanalyse: Der Effizienztreiber der Chipindustrie mit 60 % Marktanteil
Aktienanalyse

KLA Aktienanalyse: Der Effizienztreiber der Chipindustrie mit 60 % Marktanteil

KLA ist die Speerspitze der Chipinspektion. Kaum ein anderes Unternehmen ist so wichtig bei der Herstellung von Chips wie KLA. Das amerikanische Unternehmen stellt Maschinen her, die die Produktion von Mikrochips überwachen. Die Geräte können kleinste Risse, Unebenheiten oder Fremdmaterialien erkennen, wo keine sein sollten. Ohne KLA würden Chiphersteller massiv Geld verlieren, denn Millionen von Chips würden nicht funktionieren.

KLA Aktie und Aktienanalyse

Hauptsitz
Milpitas, Kalifornien (USA) :usa:
Kurs
388 USD, 340 EUR
Ausstehende Aktien
152 Mio.
Marktkapitalisierung
58,3 Mrd. USD
Enterprise Value
59,4 Mrd. USD
Nettoverschuldung
1,1 Mrd. USD
Bruttomarge
62,2 %
EBIT-Marge
39,0 %
Gewinnmarge
30,0 %
Free Cash Flow-Rendite
3,3 %
Dividendenrendite 2022e
1,1 %
Datum
11.02.2022

KLA Aktienanalyse

  • KLA ist die Speerspitze der Chipinspektion. Kaum ein anderes Unternehmen ist so wichtig bei der Herstellung von Chips wie KLA. Das amerikanische Unternehmen stellt Maschinen her, die die Produktion von Mikrochips überwachen. Die Geräte können kleinste Risse, Unebenheiten oder Fremdmaterialien erkennen, wo keine sein sollten. Ohne KLA würden Chiphersteller massiv Geld verlieren, denn Millionen von Chips würden nicht funktionieren.

  • Kennzahlen wie ein Software-Startup. Bei KLA sieht es aktuell so aus, als würde das Wachstum gerade erst loslegen. Noch dieses Jahr werden über 30 % Umsatzwachstum erwartet. Bei einer operativen Marge von unglaublichen 39 %. So viel Cash-Flow erzeugen sonst nur Softwareunternehmen. KLA schafft das durch enormen Technologievorsprung und eine hohe Marktmacht.

  • 1.100 % Rendite in 10 Jahren. Wer seine Dividende fleißig reinvestiert hat, der hat mit KLA einen Tenbagger in seinem Depot gezüchtet. Die Aktie ist vor allem in jüngster Vergangenheit gut gelaufen. Dem Nachfrageboom von Halbleitern sei Dank. Ob du auch in Zukunft mit so einer Entwicklung rechnen kannst, erfährst du in dieser Analyse.

1Geschäftsmodell von KLA

1.1Unternehmensgeschichte: Aus KLA und Tencor wird das mächtigste Unternehmen für Prozesskontrolle

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  • 1976
    KLA Instruments wird gegründet. Das Unternehmen wird von Ken Levy und Bob Anderson in den USA gegründet und stellt zunächst Fotomasken her, um Defekte auf Chips zu erkennen. Der KLA 100 war das erste Produkt des Unternehmens und wurde 1978 das erste Mal ausgeliefert.
  • Auch 1976
    Tencor Instruments wird gegründet. Im selben Jahr von dem tschechischen Wissenschaftler und US-Immigranten Karel Urbanek und John Schwabacher gegründet, verfolgt auch Tencor das Ziel, Messgeräte für die Chipherstellung zu produzieren. Ihr erstes Produkt konnte die Stufenhöhe von Halbleiterschichten sehr präzise messen. Geringere Fehlerquoten bei der Produktion waren dadurch möglich. Später wurden ebenfalls Produkte zur Datenanalyse und Fehlerprüfung verkauft.
  • 1980
    KLA Instruments geht an die Börse. Innerhalb von 2 Jahren wurde das Produktsortiment um Waferinspektion und Wafermetrologie erweitert.
  • 1997
    KLA Instruments und Tencor Instruments schließen sich zu KLA-Tencor zusammen. Grund für den Zusammenschluss: Man wollte eine einzige Quelle für Produkte zur Prozesskontrolle und Diagnose von Chips aufbauen. Zum Zeitpunkt der Fusion betrug der gemeinsame Umsatz 1 Mrd. USD.
  • Heute
    KLA revolutioniert die Kontrolle der Chipherstellung andauernd aufs Neue. Die KLA-Tencor Corporation ist der weltweit führende Anbieter von Prozesskontroll- und Ertragsmanagementlösungen für die Halbleiterindustrie und verwandte mikroelektronische Branchen. Die größten Märkte befinden sich in China und Taiwan. Das Unternehmen wuchs in den letzten Jahren mit fast 20 %.

1.2Impact Vision: Die Zukunft verändern

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Wir leben in außergewöhnlichen Zeiten. Ob es sich um ein fahrerloses Auto oder ein VR-Erlebnis, um Fabrikroboter oder eine Mission zum Mars handelt, wir helfen, die Theorie in die Tat umzusetzen.
Impact Vision KLA

KLA hat nicht direkt eine greifbare Mission. Vielmehr hat das Unternehmen eine Vision zu ihrem Impact in der Zukunft. KLA sieht sich als Möglichmacher. Als diejenigen, die die Grundlage für unser zukünftiges Leben liefern. Sie denken groß und legen den Fokus auf ein Ziel, das über die eigentlichen Produkte hinausgeht. Das gefällt uns sehr gut.

1.3Management: CEO Richard P. Wallace

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Als ich 6 Jahre alt war, sagte ich mir, dass ich eine Firma leiten und Elektroingenieur werden will.
Richard P. Wallace

Richard P. Wallace „Rick“ ist seit 2008 CEO von KLA. Der Amerikaner ist studierter Elektrotechniker und seit 1988 im Unternehmen. Er begann als Anwendungsingenieur bei KLA Instruments und hatte danach verschiedene Positionen im Management.

Rick Wallace wollte schon als Kind Elektroingenieur werden und seine eigene Firma führen. Sein Vorbild dafür war sein Großvater. Er bastelte deshalb schon als Kind an elektronischen Geräten. Nach seinem Schulabschluss bewarb er sich nur auf einen Studiengang: Elektroingenieurwesen in Michigan.

Wallace hält Aktien im Wert von 100 Mio. USD. KLA hat ihn reich gemacht. Fast sein gesamtes Nettovermögen steckt in dem Unternehmen. Seine Passion gleichzeitig so erfolgreich auszuführen, ist toll.

1.4Aktionärsstruktur: CEO Rick Wallace hält Aktien im Wert von 100 Mio. USD

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1.5Branchenanalyse: 60 % Marktanteil in einer zyklischen Branche

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KLA ist im Wafer Fab Equipment-Markt (WFE-Markt) tätig. Dort befinden sich Unternehmen, die Ausrüstung und Geräte für die Herstellung von Chips bereitstellen. Dazu gehören Hersteller von Produktionsanlagen, Testmaschinen oder Messgeräte. KLA stellt letzteres her. Der gesamte Markt wächst sehr zyklisch und outperformt typischerweise den Rest der Tech-Industrie in Zeiten der Inflation. Gleichzeitig leidet der Markt aber an dem sogenannten Bullwhip-Effekt, der die Nachfrage entlang der Wertschöpfungskette stark schwanken lässt. Bevor wir uns aber diesem Phänomen widmen, werfen wir einen genaueren Blick auf den WFE-Markt.

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