
ITOCHU Aktienanalyse: Der Profiteur der japanischen Wirtschaft mit Buffett als Mitinvestor und KGV von 7
Japanische Aktien sind günstig bewertet. Japans Wirtschaft galt lange als verloren, aber es geht langsam wieder bergauf. Die japanische Regierung hat die richtigen Entscheidungen getroffen. Für Investoren eine tolle Chance, denn japanische Aktien sind günstig bewertet. Die ITOCHU-Aktie hat zum Beispiel ein KGV von ca. 7,2 für 2022.
ITOCHU Aktie und Aktienanalyse
- Hauptsitz
- Kita City (Stadtteil von Tokio), Japan
- Kurs
- 3.528 JPY, 27 EUR
- Ausstehende Aktien
- 1.585 Mio.
- Marktkapitalisierung
- 5.650 Mrd. JPY
- Enterprise Value
- 7.974 Mrd. JPY
- Nettoverschuldung
- 2.324 Mrd. JPY
- Bruttomarge
- 17,2 %
- EBIT-Marge
- 2,3 %
- Gewinnmarge
- 3,9 %
- Free Cash Flow-Rendite
- 9,3 %
- Dividendenrendite
- 3,1 %
- Datum
- 21.01.2022
ITOCHU Aktienanalyse
Japanische Aktien sind günstig bewertet. Japans Wirtschaft galt lange als verloren, aber es geht langsam wieder bergauf. Die japanische Regierung hat die richtigen Entscheidungen getroffen. Für Investoren eine tolle Chance, denn japanische Aktien sind günstig bewertet. Die ITOCHU-Aktie hat zum Beispiel ein KGV von ca. 7,2 für 2022.
Sogo Shosha sind Großhändler aus alten Zeiten. Die Sogo Shosha entstanden damals, als Japan von der Welt abgeschnitten war. Sie machten Japan zu der Exportnation, die sie heute sind. Seitdem hat sich viel geändert. Durch die Globalisierung haben sie an Bedeutung verloren und die Branche musste neue Wege denken.
Sogo Shosha sind heute finanzstarke Investoren. Die früheren Sogo Shosha sind fusioniert und haben sich weiterentwickelt. Heute setzen sie auf Diversifikation in alle Richtungen. Das Geschäftsmodell bietet tolle Möglichkeiten. Auch Warren Buffett hat das erkannt und deshalb in die Sogo Shosha investiert.
ITOCHU ist die erfolgreichste Sogo Shosha. Nicht alle Sogo Shosha sind gleich gut gelaufen. ITOCHU hat sich in der Branche am stärksten entwickelt. Ihr Gewinn ist stärker gestiegen und das Unternehmen erwirtschaftet mitunter die besten Margen. Erfahre in dieser Analyse, was ITOCHU so stark macht und wie die Zukunftsperspektiven aussehen.
1Geschäftsmodell von ITOCHU
1.1Unternehmensgeschichte: Die japanische Geschichte hat ITOCHU erfolgreich gemacht

- 1858Ein Jugendlicher wird reisender Händler. Chubei Itoh ist 15 Jahre alt und entscheidet sich dafür, Leinen zu handeln, um seinen Lebensunterhalt zu finanzieren. Er reiste durch japanische Städte wie Osaka und Kishu und stellte dort Produktmuster von Leinenprodukten vor. Er sammelte Bestellungen und besorgte sie zeitnah bei den Produzenten und verdiente an dem Handel eine Gebühr.
- 1918Internationale Expansion. ITOCHU hieß damals noch C. Itoh & Co. und ging bereits vor über 100 Jahren an die Börse. Das Unternehmen expandierte international. Die erste Zweigstelle war ein Büro in New York, um den Handel zwischen Japan und den USA zu vereinfachen.
- 1941Leiden unter dem Krieg. C. Itoh & Co. und verschiedene andere japanische Produktions- und Handelsunternehmen wie Marubeni Shoten Ltd. und Kishimoto Shoten Ltd. verschmelzen miteinander im zweiten Weltkrieg. 1949, nachdem der Krieg das Land zerstört hat und die Unternehmen nicht mehr für die Herstellung von Kriegsausrüstung gebraucht werden, spalten sie sich wieder auf.
- 1960er JahreDie Handelshäuser bilden sich. ITOCHU und andere große Handelsunternehmen aus Japan gewinnen an internationaler Bedeutung, weil sie Japan mit dem Ausland verbinden. Die sogenannten Sogo Shosha sind für einen großen Teil des BIPs verantwortlich und machen Japan zur Industrienation. Jedoch endet die starke Entwicklung in den 1980er Jahren, als die japanische Wirtschaft ins Stocken gerät.
- HeuteInvestor in japanische Firmen. Die Sogo Shosha haben sich stark verändert. Japanische Unternehmen brauchen mittlerweile keinen Partner für den Import und Export mehr. ITOCHU ist deshalb mittlerweile in der Produktion angekommen. Insgesamt ist sich ITOCHU allerdings treu geblieben und setzt auf Textilprodukte.
1.2Mission: Für alle das beste Angebot schaffen

Die Mission von ITOCHU geht auf den Gründer Chubei Itoh zurück, der seine Überzeugung an seine Kinder weitergab. Er formte die Kultur des "Sanpo-yoshi" bei ITOCHU. Sanpo-yoshi bedeutet übersetzt etwa "die drei guten Seiten". Dabei steht sanpo für drei Seiten und yoshi für gut. Die drei guten Seiten sind die Beteiligten, wenn ein Unternehmen handelt:
Käufer
Verkäufer
Die Gesellschaft
Die Mission von ITOCHU ist es, diese drei Seiten glücklich zu machen. Die Käufer sind ITOCHUs Kunden, die tolle Produkte bekommen sollen. Sie als Verkäufer wollen damit gutes Geld verdienen und die Gesellschaft soll durch Steuern, Infrastruktur, Nachhaltigkeit, glückliche Mitarbeiter und Aktionäre profitieren. ITOCHUs Mission ist also ein Kompromiss, der allen etwas nützen soll.
Handel ist ein barmherziges Geschäft. Er ist edel, wenn er mit dem Geist Buddhas übereinstimmt, indem er denen, die verkaufen und denen, die kaufen, nützt und die Bedürfnisse der Gesellschaft befriedigt.
Ich finde ITOCHUs Mission nicht besonders herausragend oder konkret, aber sie ist sympathisch. ITOCHU ist eine Firma, die sich um alle sorgt. Gewissermaßen ist ITOCHUs Mission das Wohlergehen Japans und teilweise darüber hinaus.
1.3Management: Ein CEO, der sein ganzes Leben bei ITOCHU verbrachte

▲ Masahiro Okafuji ist der CEO und Aufsichtsratsvorsitzende von ITOCHU.
Masahiro Okafuji ist seit 1974 bei ITOCHU angestellt, also 48 Jahre lang und damit praktisch schon sein ganzes Berufsleben. Über ihn und seine Ausbildung ist insgesamt wenig bekannt. Das ist üblich in Japan, wo Top-Manager sehr reserviert und zurückhaltend sind. Man weiß nur, dass Masahiro Okafuji einen Bachelorabschluss von der University of Tokyo hat. Bei ITOCHU hat er sich innerhalb der letzten 48 Jahre hochgearbeitet. Er übernahm immer größere Aufgaben und Abteilungen. Besonders das Textilgeschäft von ITOCHU war eine seiner Aufgaben. 2010 wurde er zum CEO von ITOCHU einberufen und hat seitdem eine neue Vision für die Firma geliefert.
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