
Fair Isaac (FICO) Aktienanalyse: Die Gelddruckmaschine mit Quasimonopol auf die Kreditwürdigkeit
FICO (ehemals Fair Isaac Corporation) ist berühmt für den revolutionären FICO-Score. Der FICO-Score ist der wichtigste Wert, um die Kreditwürdigkeit von Konsumenten zu bestimmen. In den USA und 40 weiteren Ländern. Die ganze Kreditbranche richtet sich an diesem Score aus. Dieser Score entscheidet, wer von Banken einen Kredit bekommt und zu welchen Konditionen. Basierend auf diesen wertvollen Daten baut FICO jetzt auch das Software- und Analysegeschäft aus. Seit 2014 ist die Aktie um etwa 2.500 % gestiegen, von 52 USD auf 1312 USD. Wir haben uns angesehen, wie FICO mit Daten Geld druckt. Und wann es sich für Investoren lohnt, einzusteigen.
Fair Isaac (FICO) Aktie und Aktienanalyse
- Industrie
- Anwendungssoftware
- Kurs
- 1.312,00 USD
- Hauptsitz
- Montana, USA
- Marktkapitalisierung
- 32,37 Mrd. USD
- Umsatzwachstum 5Y
- 5,46 %
- EBIT-Wachstum 5Y
- 20,38 %
- KGV
- 75,74
- KGVe
- 52,48
- Dividende
- keine Dividende
- AlleAktien Qualitätsscore
- 9 / 10
- Eulerpool Fair Value
- 698 USD
- Datum
- 16.02.2024
Fair Isaac (FICO) Aktienanalyse
Marktführer im Credit Scoring.FICO, ein Pionier in der Entwicklung von Kredit-Scoring-Systemen, hat sich seit seiner Gründung im Jahr 1956 zu einem zentralen Akteur im Bereich der Finanzanalytik und des Risikomanagements entwickelt. Im Kern geht es darum, aus verschiedenen Kennzahlen abzulesen, wie vertrauenswürdig "kreditwürdig" eine Person oder Organisation ist. Aus der Kreditwürdigkeit kann eine Bank oder ein Kreditgeber ableiten, ob er einen Kredit vergeben will - und zu welchen Konditionen. Das Unternehmen ist vor allem für den FICO-Score bekannt, der in den USA als Standard für die Bewertung von Kreditrisiken von Konsumenten gilt. Der FICO Score ist "DER" Score für die Kreditwürdigkeit von Privatpersonen und KMUs, ganz grob (!) ähnlich zur SCHUFA in Deutschland. Die Gemeinsamkeiten und Unterschiede haben wir erarbeitet.
Software-Abos mit 40 % Wachstum pro Jahr seit 4 Jahren.FICO hat den Wert der Daten in den letzten 10 Jahren erkannt und sich dieses Monopol versilbern lassen. Immer mehr Extra-Dienstleistungen, Cross- und Upsells für Kunden (meist Banken) sind hinzugekommen. Kurz: Das Geschäftsmodell von FICO basiert auf der Bereitstellung von analytischen Softwarelösungen und Dienstleistungen, die darauf abzielen, Entscheidungen im Finanzsektor zu optimieren. Neben dem Kernprodukt, dem FICO-Score, bietet das Unternehmen ein breites Spektrum an Lösungen für Betrugsbekämpfung, Risikomanagement und Kundenbindung. Zu den neueren Entwicklungen gehören Produkte, die Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen nutzen, um fortschrittliche Analysefähigkeiten zu bieten, wie z.B. die FICO Falcon Plattform für Betrugsprävention. Durch die starke Marke und Bekanntheit vom FICO-Score gelingt es dem Unternehmen immer wieder, auch in andere Märkte erfolgreich vorzudringen. Wir haben uns angesehen, was das für den Aktienkurs bedeutet.
AlleAktien Investorenliebling.FICO wurde von Michael C. Jakob in den letzten Jahren immer wieder angesprochen, jetzt folgt die offizielle Aktienanalyse inklusive Podcast vom AlleAktien Gründer. Investoren schätzen FICO wegen seines robusten, diversifizierten Portfolios und der krisensicheren Nachfrage nach seinen Produkten. Vielleicht sogar antizyklisch: Denn gerade in einer Krise muss man umso genauer prüfen, wem man noch Kredite gewähren will. In den USA ist FICO ein "household name": Jeder kennt den Score und weiß, was er bedeutet. Eine ganze Branche ist darauf spezialisiert, Personen dabei zu helfen, den FICO-Score zu verbessern, um einfacher und besser an Kredite zu gelangen. Ähnlich wie die AAA-Ratings von S&P, Moody's und Fitch im institutionellen Bereich ist auch der FICO-Score von Konsumentenkrediten nicht mehr wegzudenken: Es ist ein Burggraben aus Daten. Wir tauchen heute gemeinsam in ihn ein.

Umsatz, EBIT und Gewinn zeigen stetig nach rechts oben. Es scheint wie das perfekte Unternehmen.
1FICO Geschäftsmodell
Die FICO Aktie notiert derzeit weit über dem Eulerpool Fair Value
1.1Unternehmensgeschichte
FICO in der historischen Bewertung
Wir sind überzeugt: Wer verstehen will, wohin die Zukunft eilt, muss auch die Vergangenheit studieren. Wir werfen in typischer AlleAktien-Manier zunächst wie gewohnt einen Blick auf die Historie des Unternehmens.
- 1956Gründungsidee: Daten als Basis für Entscheidungen. Fair Isaac Corporation (FICO) wurde 1956 von Bill Fair, einem Ingenieur, und Earl Isaac, einem Mathematiker, gegründet. Beide haben ein Startkapital von 400 USD beigestiftet. Ihr Ziel war es, datengetriebene Lösungen für betriebliche Entscheidungsfindung anzubieten. Dies markierte den Beginn einer Ära, in der komplexe Algorithmen und statistische Modelle in der Geschäftswelt eingesetzt wurden.
- 1981Entwicklung des FICO Score. Im Jahr 1981 entwickelte FICO den ersten Kreditrisiko-Score, der heute als FICO-Score bekannt ist. Dieser Score revolutionierte die Kreditvergabeindustrie, indem er eine standardisierte, objektive Methode zur Bewertung der Kreditwürdigkeit von Einzelpersonen bot. Genau das, was Banken brauchten. Für Banken ist der Score so wertvoll, weil er unabhängig von der Bank erstellt wird (daher "echt unabhängig" ist) und gleichwohl bankübergreifend wirkt, ohne zu viele personenbezogene Details zu verraten. Zahlt ein Konsument einen Kredit nicht zurück, so bricht der FICO-Score massiv ein.
- 1987FICO Börsengang. FICO ging im Jahr 2001 an die Börse. Der Börsengang ermöglichte es dem Unternehmen, zusätzliches Kapital für die kommende Expansion einzusammeln. FICO hatte ein Konzept das funktioniert, um aus Daten viel Geld zu machen. Jetzt sollte dieses System global skaliert werden.
- 1990erExpansion und Innovation. Während der 1990er Jahre expandierte FICO stark, sowohl in Bezug auf Produktangebote als auch geografisch. Das Unternehmen entwickelte neue Analysetools für verschiedene Marktsegmente, darunter Versicherungen, Gesundheitswesen und Einzelhandel. Auch das ist typisch in der Skalierungsphase: Alle Angebote werden für alle Branchen und Funktionen individualisiert, um maximalen Mehrwert für die Sub-Zielgruppe zu generieren.
- 2008Finanzkrise und deren Auswirkungen. Während der Finanzkrise 2008 spielte der FICO-Score eine umstrittene Rolle. Kritiker argumentierten, dass das Modell bestimmte Risiken nicht ausreichend berücksichtigte, was zu einer Neubewertung und Anpassung der Scoring-Modelle führte.
- 2009Namensänderung. Aus der Fair Isaac Corporation wird die FICO. Auch der Börsenticker ist jetzt FICO.
- Ab 2014Risk Software. Ab 2024 begann FICO damit, neue Produkte für die Cloud (FICO Decision Management Suite) sowie Straftaten & Compliance (FICO Tonbeller Compliance Solutions) vorzustellen. FICO will sich dadurch über die Finanzbranche hinaus diversifizieren und verbreitern, und das Thema "Von Daten zu Entscheidungen" noch deutlich breiter denken. Allerdings ist die Konkurrenz hier bereits riesig und stark kapitalisiert: Amazon, Microsoft und zahlreiche andere Startups bieten bereits ähnliche Analyse-Tools an.
Stand heute hat sich Fair Isaac Corporation (FICO), breiter gedacht, als führendes Unternehmen im Bereich der Datenanalyse und Entscheidungsmanagement-Software etabliert. Die wichtigsten Geschäftssegmente von FICO umfassen:
Scoring-Lösungen: Der FICO-Score bleibt ein Kernprodukt, das weltweit von Kreditgebern zur Bewertung der Kreditwürdigkeit genutzt wird. Dieses Segment umfasst sowohl Standard-Kredit-Scores als auch maßgeschneiderte Scoring-Modelle für spezifische Kundensegmente.
Analytik und Entscheidungsmanagement: FICO bietet fortschrittliche Analytik-Software und Dienstleistungen an, die es Unternehmen ermöglichen, bessere Entscheidungen basierend auf Datenanalyse und prädiktiven Modellen zu treffen. Dies reicht von Betrugserkennungssystemen bis hin zu Kundenbeziehungsmanagement.
Finanzkriminalitätsbekämpfung und Compliance: Ein wachsender Markt für FICO sind Lösungen zur Bekämpfung von Finanzkriminalität und zur Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen. Angesichts der zunehmenden globalen Regulierungsdichte gewinnen diese Lösungen an Bedeutung.
Insgesamt zeichnet sich FICO durch seine Fähigkeit aus, komplexe Datenanalysen zu liefern und kontinuierlich innovative Produkte zu entwickeln, um sich an die sich schnell ändernden Marktbedingungen anzupassen.
Streng ist FICO übrigens von DocuSign zu unterscheiden, die wir ebenfalls bereits analysiert haben. Bei DocuSign geht es zwar auch um das "Entscheidungsmanagement", allerdings steht hier die Verwaltung von rechtsverbindlichen Verträgen im Vordergrund — und nicht die Bereitstellung von Daten zur Entscheidungsfindung. Von beiden Unternehmen halten wir sehr viel. DocuSign wurde auch erst kürzlich in den kaufenswertesten Aktien des Monats von AlleAktien positiv hervorgehoben.

1.2Mission von FICO
Powering decisions that help people and businesses around the world prosper
Entscheidungen ermöglichen, die Menschen und Unternehmen weltweit zu mehr Wohlstand verhelfen.
Wir fassen es bei AlleAktien wie folgt zusammen: Die Mission von FICO ist es, Daten ("was ist es?") in Entscheidungen ("was bedeutet es?") zu verwandeln. Entscheidungen, die uns allen dabei helfen, mehr Wohlstand aufzubauen.
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