Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat mit positiven Studiendaten seines Krebsmedikaments Giredestrant Anleger und Fachwelt gleichermaßen überrascht.
In der zulassungsrelevanten Phase-III-Studie evERA erzielte Giredestrant in Kombination mit Everolimus die gesteckten Ziele. Behandelt wurden Patientinnen mit fortgeschrittenem, hormonrezeptor-positivem und HER2-negativem Brustkrebs – einer Krebsform, die rund 70 % aller Brustkrebsfälle ausmacht.
Die Studie zeigte: Patientinnen lebten signifikant länger ohne Fortschreiten der Krankheit (progressionsfreies Überleben) im Vergleich zur Standardtherapie. Beim Gesamtüberleben zeichnet sich laut Roche ebenfalls ein positiver Trend ab, auch wenn die Daten noch nicht vollständig ausgewertet sind.
Besonders hervor hebt Roche, dass es sich um die erste Kopf-an-Kopf-Phase-III-Studie handelt, bei der eine vollständig orale, selektive Östrogenrezeptor-Degradator-Therapie bessere Ergebnisse als die Standardbehandlung erzielen konnte. Die Daten sollen zeitnah auf einem Fachkongress präsentiert und den Zulassungsbehörden vorgelegt werden.
Die Roche-Genussscheine reagierten am Montag mit einem Kursplus von 2,6 % auf 272,10 CHF. Für Investoren sind die Ergebnisse ein starkes Signal: Sollte Giredestrant die Zulassung erhalten, könnte Roche seine Onkologie-Pipeline entscheidend stärken und neue Umsätze erschließen – gerade in einem Segment, in dem trotz zahlreicher Therapiefortschritte hoher medizinischer Bedarf bleibt.




