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HSBC kündigt umfassende Umstrukturierung zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung an

Quelle: eulerpool

HSBC strukturiert sein globales Geschäft grundlegend um, teilt Aktivitäten zwischen Ost und West auf und reduziert die Managementebene, um Kosten zu senken und effizienter auf geopolitische Herausforderungen zu reagieren.

Der britische Bankkonzern HSBC hat eine umfassende Umstrukturierung angekündigt, um Kosten zu senken und den geopolitischen Spannungen besser begegnen zu können. Unter der Leitung des neuen CEO Georges Elhedery wird das Unternehmen seine Geschäftsbereiche zwischen östlichen und westlichen Märkten aufteilen und in vier eigenständige Einheiten gliedern.

Zu den neuen Einheiten gehören die Geschäfte in Großbritannien und Hongkong sowie "Corporate and Institutional Banking" und "International Wealth and Premier Banking". Die Geschäftsbereiche werden entweder den "Eastern Markets" in Asien-Pazifik und dem Nahen Osten oder den "Western Markets" in Großbritannien, Europa und Amerika zugeordnet.

Elhedery, der im vergangenen Monat die Führung von Noel Quinn übernommen hat, will mit dieser Neuausrichtung seine Handschrift hinterlassen. Sinkende Zinssätze drohen die Gewinne zu schmälern, während die Beziehungen zwischen China und dem Westen angespannt bleiben. "Die neue Struktur wird zu einer einfacheren, dynamischeren und agileren Organisation führen", erklärte Elhedery und kündigte die Umsetzung zum 1. Januar an.

Als Teil der Umstrukturierung plant HSBC, die oberste Managementebene um ein Drittel zu verkleinern. Das bisher 18-köpfige Executive Committee, das den CEO unterstützt, wird durch ein 12-köpfiges "Operating Committee" ersetzt. Zudem wurde Pam Kaur, bisher Chief Risk and Compliance Officer, zur neuen Chief Financial Officer ernannt. Sie folgt damit auf Elhedery, der diese Position innehatte, bevor er zum CEO aufstieg.

Obwohl HSBC seinen Hauptsitz in Großbritannien hat, erzielt die Bank den Großteil ihrer Gewinne in Asien. Dies hat in der Vergangenheit zu Spannungen geführt, insbesondere bei der Abstimmung zwischen britischen Regulierungsbehörden und Aktionären in Hongkong.

Die Aktien des Unternehmens zeigten nach der Ankündigung kaum Bewegung, da Investoren und Analysten weitere Details zu den geplanten Kostensenkungen abwarten. UBS-Analyst Jason Napier betonte, dass die Angleichung von Funktionen in einem Konzern mit über 213.000 Mitarbeitern erhebliche Kosten mit sich bringen könnte.

Der chinesische Versicherer Ping An, einer der größten Investoren von HSBC, hatte zuvor eine Abspaltung des Asien-Geschäfts gefordert. Diese Forderung wurde jedoch nach Ablehnung durch andere Aktionäre im letzten Jahr leiser.

Im Rahmen der Neuaufstellung wird Michael Roberts das "Corporate and Institutional Banking" leiten, das nun das Commercial Banking außerhalb Großbritanniens und Hongkongs sowie die Bereiche Markets und Investment Banking umfasst—eine teilweise Zusammenführung zweier großer Divisionen. Roberts wird zudem für die westlichen Märkte verantwortlich sein.

Barry O’Byrne übernimmt die Leitung von "International Wealth and Premier Banking", das das Vermögensverwaltungsgeschäft außerhalb Großbritanniens und Hongkongs sowie Private Banking, Asset Management und Versicherungen beinhaltet.

HSBC betonte, dass die Umstrukturierung die Organisationsstruktur vereinfachen soll. Bisher gliederte sich das Unternehmen in "Commercial Banking", "Global Banking and Markets" und "Wealth and Personal Banking". Angaben zu möglichen Stellenstreichungen machte die Bank nicht.

Des Weiteren gab HSBC bekannt, dass Colin Bell, Leiter des Europageschäfts, und Stephen Moss, verantwortlich für den Nahen Osten, Nordafrika und die Türkei, das Unternehmen zum Jahresende verlassen werden. Greg Guyett, bisher Leiter von "Global Banking and Markets", wird als Vorsitzender einer "Strategic Clients Group" die Beziehungen zu den wichtigsten Kunden stärken. David Liao und Surendra Rosha werden die Geschäfte in Hongkong und den östlichen Märkten führen, während Ian Stuart die Einheit im Vereinigten Königreich leitet.